Industrie

Diskussion: Kommentare zu: EEG-Umlage könnte um bis zu einem Drittel steigen

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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    • 26.04.2012, 13:57 UhrStromkunde

      Noch eine Ergänzung für Anonym:

      Sie meinen den §19 StromNEV? Richtig, das ist eine weitere Ungerechtigkeit, die die Stromkunden in den nächsten Jahren treffen wird! Mit dieser neuen Umlage werden einzig und allein die Netzkosten zu Lasten der kleinen Stromkunden noch weiter umverteilt, als es bisher schon der Fall war. Nachdem es schon bisher möglich war, die Netzentgelte auf max. 20% der "normalen Höhe" zu deckeln, können sich nun Großverbraucher nahezu vollständig von den Netzentgelten befreien lassen (sogar rückwirkend für 2011). Und nur diese zusätzliche Befreiung wird in der neuen Umlage erfasst (die bereits schon immer geltenden Privilegien dagegen nicht). Das Prinzip ist aber auch hier das gleiche, auch wenn die Transparenz verbessert wurde: die (kleinen) Stromkunden subventionieren das Stromnetz für die industriellen Großverbraucher. In diesem Jahr wird die zusätzliche Umlage bereits ca. 0,5 Cent/ kWh betragen.

      Übrigens: Bereits ca. 20% der Stromendverbraucher sind von der Zahlung der EEG-Vergütung nahezu vollständig befreit (mit weiter stark steigender Tendenz). Allein ohne diese Quersubventionierung läge die EEG-Umlage für die "nicht-privilegierten" Stromkunden in 2012 um ca. 0,6 Cent/ kWh niedriger.

  • 27.04.2012, 13:22 UhrOelblase

    Wäre ich Bundeskanzler, Wirtschafts- und Umweltminister in einer Person, dann würde für die Großverbraucher folgenden Solidaritätsbeitrag einführen:

    Liegt der durchschnittliche Strompreis eines Unternehmen, das viel Strom einkauft und verbraucht (Großverbraucher), unter 55 €/MWh (exklusive MWSt und Stromsteuer), dann fließt ein Aufschlag von 4,32% in den Fonds für erneuerbare Energien.

    Denn es kann nicht sein, dass die erneuerbaren Energien den Preis an der Strombörse in den Keller drücken und diejenigen, die zur Energiewende nichts beigetragen haben und dagegen sind, davon profitieren, während diejenigen, die günstige Strompreise im Großhandel erst möglich gemacht haben, dann letztendlich die Dummen sind.

    Hier muss mit der gleichen Härte durchgegriffen werden, wie bei der Photovoltaik. Denn das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint.

  • 27.04.2012, 13:39 UhrOelblase

    [+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

    • 04.05.2012, 16:38 UhrOrakel

      Der gesunkene Börsenstrompreis führt zu einer höheren EEG-Umlage ,da die Differenz zur Einspeisevergütung dadurch größer wird . Private Endverbraucher habe keine Möglichkeit Strom über die Börse zu beziehen. Darüber hinaus wird die EEG-Umlage für Private Endverbraucher noch mit Mehrwertsteuer belastet. Nach einer Meldung des Handelsballs vom 24.April, könnte die EEG-Umlage im kommenden Jahr um bis zu einem Drittel steigen . Einschließlich Mehrwertsteuer würden private Endverbraucher dann mit ca. 6 Cent pro KWh durch die fragwürdige Umlage der Förderung erneuerbaren Energien auf die Endverbraucher belastet, statt diese Gemeinschaftsaufgabe über Steuern zu finanzieren.

  • 27.04.2012, 15:35 UhrJan

    Das ist eine extrem lächerlicher Beitrag. Keiner muss EEG - Umlage bezahlen. Wenn mann einen Stromversorger wählt der EEG - umlagefähigen Strom direkt vermarket wie z.B. Naturstrom - hier bin ich selber Kunde - ist davon befreit. Die Preise sind übrigens auch nicht höher als bei den üblichen Versorgern. Ach so habe auch seit jahren keine Strompreiserhöhung erhalten die mit der Erhöhung der EEG Grundlage begründet wurde. Also das einzigste was gemacht werden muss ist den Stromanbieter zu wechseln.

    • 05.05.2012, 17:01 UhrWissender

      @ Jan: Die Befreiung von der EEG-Umlage ist seit 2012 auf 2 Cent begrenzt. Darüber hinaus wurden die Bedingungen verschärft, es muss nicht nur mindestens 50 % Strom aus EEG-fähigen Anlagen stammen, sondern auch zusätzlich mindestens 20 % Strom aus EEG-fähigen Anlagen im Sinne der §§ 29 bis 33 EEG (Windenergie und Solarenergie) stammen. Es ist absehbar dass, diese Bedingungen nur von wenigen Nischenanbietern erfüllt werden können

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