Erneuerbare Energien
GE und Siemens setzen auf grünen Strom

Die Wirtschaftskrise bleibt für die Solar- und Windindustrie nicht folgenlos. General Electric und Siemens bringen sich in Stellung, um mit ihrer Finanzkraft den Markt aufzurollen. Die Wirtschaftskrise machts möglich.

DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Mit dem Einbruch der Börsen sind auch die Aktienkurse der Unternehmen aus der Solar- und Windenergiebranche unter Druck geraten. Bei den Großkonzernen General Electric (GE) und Siemens weckt dies Begehrlichkeiten, können sie mit Zukäufen ihr Standbein in diesem schnell wachsenden Industriezweig stärken. Denn ungeachtet der Finanzkrise und einer schleppenden Kreditvergabe für Wind- und Solarprojekte ist der Aufwärtstrend ungebrochen. Befeuert werden die Hoffnungen der vor allem im Tec-Dax notierten Firmen aus dem jungen Segment unter anderem durch die Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten, der sich dem Ausbau der Erneuerbaren Energien verschrieben hat.

Für die Branche nimmt Deutschland eine Schlüsselrolle ein, wurden doch hier dank staatlicher Förderung eine Vielzahl von Unternehmen gegründet, die mehrere Hunderttausend Menschen beschäftigen.

Kein Wunder also, dass GE hier nach Akquisitionszielen Ausschau hält. Im Visier hat der US-Konzern dabei Gesellschaften mit Schwerpunkt auf neuen Technologien, etwa aus den Branchen Medizin, Luftfahrt und Energie. Einige Unternehmen hätten nicht die Kraft, selbstständig bestehen zu bleiben, sagte Deutschland-Chef Georg Knoth mit Verweis auf die Finanzkrise. „Daraus ergeben sich Möglichkeiten für uns.“ Zu den Zielen machte er allerdings keine Angaben.

Knoth machte aber keinen Hehl daraus, dass der Konzern Übernahmepläne vor allem in den Bereichen Solar- und Windenergie hegt. In den vergangenen Jahren hat GE das Geschäft mit erneuerbaren Energien durch Akquisitionen erweitert. So erwarben die Amerikaner die Windkraftanlagen-Bauer Tacke und Enron Wind und wurden damit zu einem der führenden Spieler in diesem Markt. Im vergangenen Jahr war GE Wind nach Angaben der Marktforschungsfirma BTM Consult der weltweit zweitgrößte Hersteller von Windkraftanlagen; in Deutschland bekam die Konzerntochter aber wegen der Dominanz der heimischen Spieler Enercon, Nordex und Repower keinen Fuß auf den Boden.

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