Erneuerbare Energien
Japans Solarbranche kämpft um den Wiederaufstieg

Weil die Solarbranche boomt, erwägt die japanische Regierung die heimischen Unternehmen künftig stärker zu fördern. So soll bis 2010 die Photovoltaiknutzung in Japan verzehnfacht werden. Auch Solarpionier Sanyo will zurück zu alter Größe plant 2010 mit einer neuen Technologie den Markt zu erobern.

TOKIO. Japans Solarbranche hofft nach einer längeren Durststrecke wieder auf politischen Rückenwind. Als diesjähriges Gastgeberland des G8-Gipfels der führenden Industrieländer fühlt sich Premier Yasuo Fukuda verpflichtet, etwas für die Umwelt zu tun. Tatsächlich kündigte er am Montag Anreize für die Nutzung alternativer Energie nach deutschem Vorbild an. Zwar traf Fukuda keine konkreten Aussagen, doch auf so ein Signal hatte Japans Photovoltaikwirtschaft zwei Jahre gewartet.

2006 war die direkte Förderung von Solardächern ausgelaufen. Der Absatz brach daraufhin steil ein, was auch die Öffentlichkeit als Symptom für falsche Politik gewertet hat. Die Branche macht sich nun schon Hoffnungen auf eine Rückkehr auf den heimischen Markt: "Wir planen für die kommenden 18 Monate eine Ausweitung der Produktion um mehr als das Doppelte", sagt Kenichiro Wakisaka, der beim Elektrokonzern Sanyo für die Solarstrategie zuständig ist.

Sanyo war durch den jüngsten Aufstieg deutscher Anbieter wie Q-Cells und preisgünstiger chinesischer Konkurrenten wie Suntech im vergangenen Jahr von einem der vorderen Plätze der Weltrangliste auf die Position acht verdrängt worden. Jetzt arbeitet der ehemalige Solarpionier am Wiederaufstieg.

Bis Ende 2009 sind Investitionen in Höhe von 80 Mrd. Yen (500 Mill. Euro) in neue Technik und Fertigungsanlagen geplant. Derzeit verfügt Sanyo zwar über die Solartechnik mit dem - je nach Umständen - höchsten Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Licht in Strom.

Sanyo erwägt daher, die nächste interessante Technik, Dünnschichtsolarzellen, bereits 2010 statt wie geplant 2012 auf den Markt zu bringen. Dünnschichtzellen liefern in heißen Ländern mehr Strom, brauchen aber nur ein Hundertstel des derzeit teuren Grundstoffs Silizium. Die Forschungsabteilung traue sich die Marktreife schon in zwei Jahren zu, heißt es aus dem Unternehmen.

Seite 1:

Japans Solarbranche kämpft um den Wiederaufstieg

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%