Industrie

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Erneuerbare Energien: RWE plant zweites grünes Kraftwerk in Ägypten

exklusivDer Energiekonzern RWE plant, in seinem ägyptischen Ölförderstandort auch Solar- und Windkraftwerke aufzubauen. Die Kombination soll eine stabile Versorgung sichern. Auch in Marokko soll ein Kraftwerk entstehen.

RWE-Windpark in Marokko: Weitere Kraftwerke sollen entstehen. Quelle: dapd
RWE-Windpark in Marokko: Weitere Kraftwerke sollen entstehen. Quelle: dapd

DüsseldorfDer Essener Energiekonzern RWE investiert weiter in erneuerbare Energien. Er prüft derzeit, „ob es Sinn macht, ein Kraftwerk an einem Ölförderstandort unserer Tochter RWE Dea in Ägypten zu bauen“, sagte Frank-Detlef Drake, Forschungschef und Desertec-Beauftragter des Konzerns, dem Handelsblatt in Berlin. Es gehe darum, mit kombinierten Solar-Wind-Kraftwerken „eine wirtschaftliche und stabile Versorgung“ der RWE-Standorte zu realisieren. Ein weiteres Kraftwerk soll in Marokko entstehen.

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Der Essener Konzern gehört zu den Mitgründern der Desertec Industrie Initiative (DII), die in den Wüsten Nordafrikas großem Wind- und Solarkraftwerke plant. Sie sollen einmal Nordafrika und den Mittleren Osten sowie Europa mit Wüstenstrom versorgen. So will Europa bis 2050 etwa ein Fünftel seines Stroms aus diesen Kraftwerken beziehen. Von staatlicher Förderung hält Drake nicht viel. „Unser Ziel ist es, dass unsere Projekte wirtschaftlich sind, also ohne Fördergelder auskommen.“

Bei den Projekten denkt er pragmatisch. Zwar soll Desertec letztlich Strom für Afrika und Europa erzeugen. Das wird anfangs jedoch nicht funktionieren, weil Leitungen zur Stromübertragung noch fehlen. Bei den ersten Projekten will RWE zunächst einmal Strom für Nordafrika produzieren. „Der Transport nach Europa kommt dann im zweiten Schritt, wenn die entsprechenden Leitungen gebaut sind.“

 

  • 07.11.2012, 17:49 Uhrvandale

    Die Energiedichte von Wind und Sonne sind auch in Nordafrika unzureichend um für eine Stromerzeugung genutzt zu werden. Der Strom ist nur begrenzt nutzbar und damit weitgehend wertlos.

    Wenn der RWE Standort zwischen Marsah Matruh und der Oase Siwa angeschlossen werden soll, dann kann man davon ausgehen dass dieser bereits über eine moderne Stromversorgung mittels Generatoren verfügt. Andernfalls würde das Bohren und Fördern des Oels mit der Beliebigkeit des Wetters stattfinden.

    Die entscheidende Frage bleibt der Artikel wiederum schuldig...

    Wer bezahlt die Subventionen für diese ökoreligiösen Monumente.
    Das Entwicklungshilfeministerium, DED, EU?
    Das PR Budget von RWE?

    Vandale

  • 07.11.2012, 23:10 UhrBelisar

    Die übliche Destruktivität, wie man sie eo ipso von Vandalen anders nicht erwarten darf!

    Natürlich kann Öl nur dort gefördert werden, wo eine wie auch immer geartete, dauerhaft sichere Stromversorgung vorhanden ist. Auch am RWE-Standort in Ägypten ist die fraglos schon vorhanden. Dort wo eine ununterbrochene, gleichmäßige Stromversorgung erforderlich ist, würde sich niemand, besonders nicht von RWE, allein auf regenerativ erzeugte Energie verlassen. Ebenso steht aber fest, dass Nordafrika zu den Gegenden auf der Erde zählen darf, wo die Ausbeute regenerativ erzeugter Energie eine reichliche und zudem noch sehr gut vorhersehbare ist. Deshalb wird auch die Einsicht, dass unter den gegebenen Voraussetzungen die Reduzierung umweltschädlicher Emmissionen und die Schonung begrenzter, fossiler Ressourcen durch die Ausnutzung von Sonnenenergie und Windkraft kaum irgendwo anders lohnenswerter ist als hier, sich höchstens unbelehrbaren Vandalen nicht erschließen.

    Die entscheidende Frage ist eben nicht, wer die Subventionen für ein "ökoreligiöses Monument" bezahlt, das ich auf weiter Flur nicht ausmachen kann, sondern die, warum die Kraft regenerativer Energien nicht schon viel stärker dort genutzt wird, wo sie im Überfluss zur Verfügung steht.

  • 08.11.2012, 09:07 Uhrvandale

    Hi..ich hatte ein paar Jahre in der Region gelebt. In Aegypten gibt es am Roten Meer grosse Windfarmen bezahlt von Dänischer und anderer Länder Entwicklungshilfe. Ein Teil der umweltschädlichen Windmühlen ist an das ägyptische Stromnetz angebunden, ein Teil nicht. Es gibt Solaranlagen bezahlt aus den Entwicklungshilfebudgets Europäischer Staaten.

    Der Stromverbrauch hatte in Aegypten von 06 - 10 (das ist die Zeit für die ich sprechen kann) um 2-stellige % jährlich zugenommen. Der ägyptische Staat hatte um Hilfe gebeten, die USA hatten sich an der Finanzierung von Gaskraftwerken* beteiligt, die Europäer hatten lediglich nutzlose Solarkraftwerke angeboten. Letztlich hatten Sie ein thermisches Solarkraftwerk mit Erdgaszusatzfeuerung spendiert. Die Erdgasfeuerung ist nutzbar, auf die Pflege der Solaranlage verzichtet man. Die Finanzierung eines zukunftsträchtigen Kernkraftwerks (westlich Alexandria) wollte kein Staat unterstützen und so bleibt dieses seit 30 Jahren ein schöner Plan.

    Das Solarzellen ziemlich umweltschädlich sind, interessiert in Aegypten niemanden. Allerdings ist das Interesse an Kraftwerken die zur Zeit des grössten Stromverbrauchs am frühen Abend zwischen 18:00 und 19:00 nicht zur Verfügung stehen begrenzt.

    Insofern dürfte ein solches Kraftwerk kaum ohne externe Subventionen entstehen.

    Vandale

    *Aegypten hat grosse Erdgasvorkommen. Die nationalen Gaspreise sind sehr tief.

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