Erneut höhere Stahlpreise angekündigt
Thyssen-Krupp dreht an der Preis-Schraube

Wegen weiter steigender Rohstoffkosten will der Stahlkonzern Thyssen-Krupp die Preise für Flachstahl zum 1. Juli erneut erhöhen.

HB DÜSSELDORF. Je nach Produkt werde die Tonne Stahl um 90 bis 100 € teurer, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Mit der neuerlichen Preiserhöhung könnten die gestiegenen Kosten auf der Rohstoffseite aber noch nicht kompensiert werden, fügte er hinzu. Mit der neuerlichen Preiserhöhung dürfte die Tonne des Standardprodukts Warmbreitband über 400 € kosten.

Thyssen-Krupp Steel hatte bereits zum Jahresbeginn und Anfang April seine Flachstahlpreise erhöht. Auch für Edelstahl wurden sie schon zwei Mal in diesem Jahr angehoben.

Auch andere Stahlunternehmen wie Deutschlands Nummer Zwei Salzgitter AG und der in Luxemburg ansässige Weltmarktführer Arcelor haben ihre Preise bereits mehrfach erhöht und weitere Anhebungen in Aussicht gestellt. Vorige Woche kündigten die deutschen Maschinenbauer an, ihre Preise wegen der hohen Stahlpreise ebenfalls anzuheben. Der Maschinenbau ist neben der Autoindustrie eine der wichtigsten Abnehmerbranchen für Stahl.

Ursache der Preisentwicklung ist eine boomende chinesische Nachfrage nach Rohstoffen. Viele Rohstofflieferanten können den Bedarf nicht mehr decken. Der Preis für eine Tonne Koks, der für die Stahlherstellung benötigt wird, liegt beispielsweise mit rund 500 € je Tonne schon deutlich über den Stahlpreisen. Vielfach treten auch logistische Engpässe auf. So gibt es nach Angaben des Sprechers von Thyssen-Krupp Steel kaum noch Frachtraum auf den Schiffen.

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