Erneuter Auslastungseinbruch
Bombardier baut in Hennigsdorf fast 30 Prozent der Stellen ab

In seinem Brandenburger Werk in Hennigsdorf streicht der kanadische Bahntechnikhersteller Bombardier 535 der aktuell 1850 Stellen.

HB HENNIGSDORF. Den Betroffenen sollen Abfindungen oder die Übernahme in eine Transfergesellschaft angeboten werden, teilte die IG Metall nach Verhandlungen mit dem Unternehmen am Montag mit. Bombardier reagiert mit der Streichung auf einen erneuten Auslastungseinbruch um fast 40 %. Zusätzlich sinken die Gehälter zum 1. Januar 2006 um durchschnittlich fünf Prozent.

Nach dem Abbau soll es bis 2009 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Dies sicherte das Unternehmen nach Angaben des Betriebsrats bis 2007 fest zu. Danach sei die jährliche Verlängerung der Standortsicherung bis maximal 2009 an das Erreichen einer Mindestauslastung zwischen 70 und 80 % gebunden.

Nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers sind die geforderten Mindestauslastungen bisher größtenteils nicht durch feste Aufträge untersetzt. So seien weitere gewaltige Anstrengungen notwendig, um dem Standort eine langfristige Perspektive zu geben. Die deutliche Senkung der Produktionskosten sei Voraussetzungen für diese Vereinbarung gewesen. Streichungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden seien verhindert worden, hieß es.

Der Betriebsrat nannte den bisher tiefsten Einschnitt eine mittlere Katastrophe für Hennigsdorf und die Region. Auch Arbeitsplätze bei Zulieferern seien bedroht. Die Zukunft stehe und falle mit Aufträgen und Zusagen der Deutschen Bahn.

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