Erst Klarheit über Yuganskneftegaz
Moskau setzt Fusionspläne für Gazprom und Rosneft aus

Die Pläne für eine Fusion des Gasmonopolisten Gazprom mit dem staatlichen Ölkonzern Rosneft werden von Moskau vorerst auf Eis gelegt.

HB MOSKAU. Bevor der Zusammenschluss vorangetrieben werde, wolle die Regierung Klarheit darüber, wie Rosneft das kürzlich erworbene Kerngeschäft des angeschlagenen Rivalen Yukos integrieren wolle, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Wirtschaftsminister German Gref am Mittwoch. Rosneft war bei der Zwangsversteigerung von Yuganskneftegaz Mitte des Monats überraschend als einziger Bieter aufgetreten und hatte die Yukos-Tochter für 9,4 Milliarden Dollar übernommen. Experten hatten lange Zeit Gazprom als voraussichtlichen Käufer des Ölunternehmens erwartet. Der russische Staat begründete die Zwangsauktion mit hohen Steuerschulden von Yukos.

Den Fusionsplänen zufolge soll Rosneft bis spätestens Ende Januar durch Gazprom übernommen werden. Im Zuge der Transaktion will der russische Staat seinen Anteil an Gazprom auf rund 50 Prozent von derzeit rund 39 Prozent erhöhen. An Gazprom ist der deutsche Energiekonzern E.ON mit etwa 6,5 Prozent beteiligt.

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