Erste Jahresbilanz

Stabilus droht Ärger mit der Wertpapieraufsicht

Weil er seine Analysten vor der Öffentlichkeit informierte, droht dem Gasfederhersteller und Börsenneuling Stabilus Ärger. Die Bafin prüft das Vorgehen des Konzerns. Stabilus präsentierte derweil Rekordzahlen.
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Dem Koblenzer Gasfedernhersteller Stabilus droht Ärger mit der Wertpapieraufsicht. Quelle: dpa

Dem Koblenzer Gasfedernhersteller Stabilus droht Ärger mit der Wertpapieraufsicht.

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StuttgartDem Börsenneuling Stabilus droht wegen seiner ersten Jahresbilanz Ärger mit der Wertpapieraufsicht. Der Hersteller von Gasfedern hatte am Dienstagmorgen seine vorläufigen Geschäftszahlen für 2013/14 (zum 30. September) erst in einer Analystenkonferenz vorgestellt, bevor am Mittag die breitere Öffentlichkeit über den Rekordgewinn informiert wurde.

„Wir schauen uns das als Aufsicht erstmal an“, sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Aktienkurs des SDax-Neulings hatte erst mittags auf die Zahlen reagiert - mit einem Abschlag von 2,6 Prozent auf 22,71 Euro.

Das unter anderem um die Kosten des Börsengangs bereinigte Betriebsergebnis sei um zehn Prozent auf den Rekordwert von 65,1 Millionen Euro gestiegen, erklärte der Autozulieferer. Der Umsatz des Herstellers von elektromechanischen Antrieben und Gasfedern für Heckklappen und Bürostühle legte um zehn Prozent auf 507,3 Millionen Euro zu.

Für das neue Geschäftsjahr hat Vorstandschef Dietmar Siemssen sich ein Umsatzwachstum auf 550 Millionen bis 560 Millionen Euro vorgenommen und setzt dabei vor allem auf Wachstum in Asien. Die operativen Umsatzrenditen sollen dabei mitwachsen.

Stabilus war erst im Mai an die Börse gegangen. Vor fünf Jahren war das Unternehmen nur knapp an der Pleite vorbeigeschrammt, wurde aber mit Hilfe des Finanzinvestors Triton saniert. Durch den Erlös aus dem Börsengang drückte Stabilus seine Nettoschulden auf 229 von gut 300 Millionen Euro.

Die Refinanzierung bisher bis 2018 laufender Verbindlichkeiten sei mit mehreren Banken für Mitte 2015 bereits fest vereinbart. Die Zinslast werde sich dadurch um 13 Millionen Euro jährlich verringern.

  • rtr
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