_

Erste Maßnahme: humanitäre Hilfen: Deutschland legt Fünf-Stufen-Plan für Gaza-Streifen vor

Außenminister Frank-Walter Steinmeier will in fünf Schritten einen dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen erreichen.

HB BERLIN. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Montag vorab, das Konzept sei mit der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft und dem EU-Außenbeauftragen Javier Solana abgestimmt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Ägypten bereits bei einem Gipfeltreffen am Sonntag Unterstützung zur Sicherung seiner Grenzen zum Gaza-Streifen zugesichert.

Anzeige

Das Papier, das auch Reuters vorliegt, sieht als erste Maßnahme humanitäre Hilfen vor. Dabei geht es um die Finanzierung von Arznei- und Lebensmitteln, Notunterkünften und die Wasser- sowie Stromversorgung. Als zweiter Schritt wird der Kampf gegen den Waffenschmuggel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten genannt. Dies war auch ein Schwerpunkt von Steinmeiers beiden Reisen in die Region. Steinmeier hatte Ägypten angeboten, mit Ausrüstung und Training den ägyptischen Grenzbehörden zu helfen. Israel hat als eine Bedingung für einen dauerhaften Waffenstillstand einen Stopp des Schmuggels über Tunnel unter dem Grenzgebiet genannt. Über die unterirdischen Gänge läuft ein wesentlicher Teil des Waffennachschubs für die radikalislamische Hamas.

Als dritte Stufe sieht das Papier eine Öffnung des Überganges Rafah an der Grenze zu Ägypten vor. Dabei sollen auch die Palästinensische Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und seine Fatah-Organisation einbezogen werden. Die Hamas hatte die Fatah im Sommer 2007 aus dem Gazastreifen vertrieben. Vorgeschlagen wird auch eine Öffnung der Grenzübergänge zu Israel, wobei auch die EU eine Rolle spielen könnte.

Der nächste Schritt befasst sich mit dem Wiederaufbau im Gazastreifen. Dazu soll die EU in enger Abstimmung mit der Palästinenserregierung zu einer internationalen Geberkonferenz beitragen. Als letztes sieht der Plan schließlich die Wiederaufnahme des Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern vor. Ziel ist die Schaffung eines Palästinenserstaates an der Seite Israels.

Drei Wochen nach Beginn des Gaza-Kriegs mit mehr als 1300 Toten hatten Israel und die radikal-islamische Hamas am Wochenende getrennt voneinander eine Waffenruhe verkündet.

  • Die aktuellen Top-Themen
Körtgen entlassen: Hauptstadtflughafen wird erst am 17. März 2013 eröffnet

Hauptstadtflughafen wird erst am 17. März 2013 eröffnet

Der neue Hauptstadtflughafen wird erst am 17. März 2013 eröffnet. Air-Berlin-Chef Mehdorn schäumt vor Wut. Ein Schuldiger wurde bereits gefunden: Flughafen-Manager Körtgen wird vor die Tür gesetzt.

Ratingagentur Fitch: Banken könnten halbe Billion Dollar benötigen

Banken könnten halbe Billion Dollar benötigen

Die neuen Kapital-Anforderungen an die größten Geldinstitute der Welt werden teuer: Insgesamt könnten die Banken eine halbe Billion Dollar zusätzliches Kapital benötigen. Zu den Instituten gehört auch die Deutsche Bank.

Streit um Bezeichnung: Iran will Google Maps verklagen

Iran will Google Maps verklagen

In den Landkarten der Welt heißt der Persische Golf Persischer Golf. Nur bei Google Maps nicht. Wegen internationaler Spannungen mit Iran, entfernte der Kartendienst die Bezeichnung. Jetzt will das Land dagegen klagen.

  • Video

Made in Germany "Den Bürgen mitnehmen"

Wenn Unternehmen in Deutschland Großprojekte planen, müssen sie immer öfter mit Widerstand rechnen. Mündige Bürger fordern ihre Rechte ein, deshalb ist es wichtig, bei der Planung großer Infrastrukturmaßnahmen rechtzeitig für Transparenz zu...

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.