Erste Produkte zur Fussball-WM nächstes Jahr geplant
Adidas-Chef bekräftigt Ziele für 2005

Kurz vor dem Ende des Geschäftsjahres 2004 hat der Sportartikelkonzern Adidas-Salomon seine Erwartungen deutlicher Gewinnsteigerungen in diesem und im kommenden Jahr bekräftigt.

Reuters MÜNCHEN. Firmenchef Herbert Hainer sagte im Vorfeld einer Präsentation in Japan am Mittwoch, im kommenden Jahr solle der Nettogewinn wie angekündigt um zehn bis 15 Prozent wachsen. „Für 2005 erwarten wir ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich“, ergänzte er.

In einem Weihnachtsschreiben an seine rund 17 000 Mitarbeiter bekräftigte der Chef des zweitgrößten Sportartikelherstellers der Welt außerdem die angekündigten Ziele für 2004: Der Nettogewinn soll demnach im laufenden Jahr um etwa 20 Prozent wachsen, der Umsatz währungsbereinigt um fünf Prozent.

Adidas kündigte zudem an, bereits im kommenden Jahr erste Produkte aus Anlass der Fußball-WM 2006 in Deutschland auf den Markt zu bringen, darunter den offiziellen Wettbewerbsball.

Fondsmanager hatten zuletzt die Wachstumsziele von Adidas in Frage gestellt, da es bis zur Fußball-WM kein Sport-Ereignis mit vergleichbarer Bedeutung für die Geschäfte wie Olympia geben wird.

Hainer sagte: „Es ist heute schon absehbar, dass 2005 ein weiteres großartiges Jahr für Adidas-Salomon werden wird. Unsere Marken sind stark, unsere Marktposition wird immer besser.“ In dem Schreiben an die Mitarbeiter sprach Hainer auch von Fortschritten auf dem Weg zum Ziel, führender Sportartikelhersteller weltweit zu werden.

Ein Sprecher ergänzte, die Aussagen Hainers bedeuteten aber nicht, dass Adidas den US-Konkurrenten Nike in der näheren Zukunft beim Umsatz überholen werde. Dies wäre ohne einen größeren Zukauf auch kaum möglich, da Nike im vergangenen Geschäftsjahr fast doppelt so viel Umsatz erzielt hat wie Adidas.

„Unser Fußballgeschäft wird erneut zweistellige Zuwachsraten aufweisen und mehr als 900 Millionen Euro Umsatz erreichen“, bekräftigte Adidas-Chef Herbert Hainer laut Redetext am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im japanischen Yokohama anlässlich des Fußballspiels zwischen Deutschland und Japan. Der Marktanteil werde - wie bereits angekündigt - auf 35 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr hatte Adidas 800 Millionen Euro mit Fußballprodukten umgesetzt.

Die in diesem Jahr durch die Fußballeuropameisterschaft ausgelöste Dynamik, werde sich auch 2006 fortsetzen, wenn die Weltmeisterschaft in Deutschland stattfindet. Dann sollen Hainer zufolge die Umsätze mit dem Fußballgeschäft auf über eine Milliarde Euro ansteigen. „Es gibt ... nicht den leisesten Zweifel für mich, dass Adidas weiterhin weltweit die Nummer 1 im Fußball sein wird - insbesondere da die Begeisterung um die Fußballweltmeisterschaft 2006 vor unserer Haustür in Deutschland schon spürbar wird.“

Adidas hat zahlreiche Nationalmannschaften unter Vertrag. Neben Deutschland und Japan auch das griechische Nationalteam, das im Sommer überraschend die Europameisterschaft in Portugal gewann. Zur Verbesserung der Position in den USA wird Adidas ab 2005 zudem für zehn Jahre die US-Profifußballliga ausrüsten.

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