Erstes Daimler-Chrysler-Werk in China eröffnet
Daimler-Chrysler sucht neue Partner in China

Daimler-Chrysler ist in China auf der Suche nach weiteren Partnern. Pläne für die Produktion und das Geschäft in China hat der deutsch-amerikanische Autobauer reichlich. 1,5 Milliarden Euro stehen bereit, um sie umzusetzen.

PEKING. Wie Konzernchef Dieter Zetsche bei der Eröffnung der ersten Pkw-Werkes des Unternehmens in Peking sagte, sei Daimler-Chrysler bereits in Gesprächen mit chinesischen Autobauern über die mögliche Produktion eines Kleinwagens. Im Lkw-Bereich überlege der Konzern, einen Anteil am bisherigen Partner Foton zu übernehmen. Daimler-Chrysler werde in seine China-Projekte 1,5 Mrd. Euro investieren, kündigte der Konzern an.

„Wir haben ganz klar die Intention, unsere Kräfte beim Lkw-Hersteller Foton zu verstärken“, sagte Zetsche. Allerdings seien die Gespräche mit der Regierung noch nicht so weit. Daimler-Chrysler will seit längerem die bisherigen Lkw- und Busaktivitäten in China neu ordnen und könnte sich zudem mit einem Einstieg bei Foton in der Konsolidierung der globalen Nutzfahrzeugbranche stärker positionieren.

Zetsche traf am Freitagnachmittag Vertreter der chinesichen Führung. Thema dürfte dabei auch ein mögliches Kleinwagenmodell gewesen sein. Daimler-Chrysler plant für die Marke Dodge ein Modell in der unteren Klasse und sucht dafür einen Partner. Zetsche bestätigte schon fortgeschrittene Gespräche, auch mit chinesischen Herstellern wie Cherry. „Dieses B-Modell wird aber nicht auf den chinesischen Markt kommen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Das am Freitag in Peking eingeweihte Pkw-Werk ist jedoch bereits auf Expansion ausgelegt. In der hochmodernen Autofabrik können momentan 80 000 bis 100 000 Fahrzeuge produziert werden. Nach den Worten von An Qingheng, Chairman des Gemeinschaftsunternehmens Beijing Benz-DaimlerChrysler Automotive Ltd (BBDC), wird an dem Standort eine Fertigung von 300 000 Fahrzeugen angepeilt.

Momentan wird in der Anlage, in die Daimler-Chrysler rund 600 Mill. Euro investiert hat, die E-Klasse von Mercedes gebaut. Vorgesehen ist eine Fertigung von 25 000 Stück. Ab Jahresende soll in Peking auch die Daimler-Limousine 300 C vom Band rollen. 2008 ist zudem die Produktion der C-Klasse von Mercedes geplant.

Die Stuttgarter Marke verspricht sich gute Absätze im Reich der Mitte. Von Januar bis August stiegen die Mercedes-Verküfe in China um 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte der Konzern mit. Der Absatz der Marke Chrysler sei um 56 Prozent gestiegen. China ist der am schnellsten wachsende Automarkt der Welt.

Konzernchef Zetsche erklärte, er sehe sehr gute Verkaufschancen für die nun in Peking in Serie gehenden Modelle, auch wenn sie nicht besonders den chinesischen Kundenwünschen angepasst worden sind. Für Daimler-Chrysler sei der Standort besonders wichtig. „Dies ist das erste Werk von Daimler-Chrysler, an dem die beiden Marken Mercedes und Daimler gemeinsam gebaut werden“, so Zetsche.

Als weltweit führend in der Technologie wurde die von ABB konstruierte Lackierei gelobt. Als Kundenauftrag baut Daimler-Chrysler in Peking zudem noch für Mitsubishi den Geländewagen Outlander. Mit den drei Marken kann die Auslastung des Werks relativ schnell der chinesische Nachfrage angepasst werden.

Unter dem Dach von BBDC fertigt der deutsch-amerikanische Konzern zudem zwei Jeep-Modelle, jedoch noch in einer anderen Pekinger Fabrik. Allerdings wird überlegt, so bestätigen Manager des Konzerns, auch die Jeep-Produktion später an den neuen Standort zu verlegen.

Der chinesiche Pkw-Partner von Daimler-Chrysler in China ist die Beijing Automotive Industry Holding Corp. Ltd (BAIC), mit 10,5 Marktanteil nach eigenen Angaben der viertgrößte Autohersteller in China. BAIC hat eine weitere Partnerschaft mit der koreanischen Hyundai-Gruppe, mit der ebenfalls in Peking gemeinsam eine Pkw-Fertigung aufgebaut wurde. BAIC hat sich zum Ziel gesetzt, 2008 rund eine Mill. Fahrzeuge zu verkaufen.

Der chinesische Partner BAIC denkt zudem über einen Börsengang nach. „wir bewegen uns diese Rochtung“, sagte An Qingheng, der auch BAIC-Chairman ist. Der Partner von Volkswagen in China, Saic, steht ebenfalls vor dem Börsengang. Volkswagen hat diesem Plan vor wenigen Wochen zugestimmt

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