Erstes Quartal
Audi fährt Rekordergebnis ein

Volkswagen und Daimler haben vorgelegt, jetzt hat auch Audi seine Zahlen fürs erste Quartal präsentiert. Und die haben es in sich: Die Ingolstädter sind so gut ins Jahr gestartet wie nie zuvor.
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Audi zeigt seinen Konkurrenten die Rücklichter. Das Unternehmen aus Ingolstadt hat seinen Betriebsgewinn zum Jahresstart mehr als verdoppelt und fährt den anderen deutschen Premium-Herstellern mit einer operativen Rendite von 10,6 Prozent weiter davon. Rivale Daimler erreichte im ersten Quartal im Pkw-Geschäft lediglich eine Marge von 9,3 Prozent, beim bayerischen Nachbarn BMW gehen Analysten bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch von knapp zehn Prozent aus.

Für gute Stimmung sorgt bei Audi besonders die anhaltend hohe Nachfrage in China - dem größten Absatzmarkt des Konzerns - sowie die steigenden Verkaufszahlen in den USA und Osteuropa. Insgesamt verkaufte die Ertragsperle des VW-Konzerns in den ersten drei Monaten des Jahres 18 Prozent mehr Autos und erzielte dabei in allen Regionen zweistellige Zuwachsraten, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. 2011 will Audi mehr als 1,2 Millionen Autos verkaufen, nach knapp 1,1 Millionen 2010.

Finanzvorstand Axel Strotbek bekräftigte auch das Ziel, Umsatz und operatives Ergebnis 2011 gegenüber dem Vorjahr merklich zu steigern. „Die hohe Volatilität der für uns relevanten Währungen und die Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe stellen jedoch weiterhin Risiken dar“, sagte Strotbek.

Zudem müsse in Folge der Natur- und Atomkatastrophe in Japan mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Wirtschaftsentwicklung Japans und möglicherweise anderer Länder gerechnet werden, hieß es im Geschäftsbericht. „Dies könnte negative Auswirkungen auf die Fahrzeugproduktion und die Auslieferungen haben.“ Ein Firmen-Sprecher betonte jedoch, dass es bei Audi bisher keine Beeinträchtigungen gebe.

Der Umsatz von Audi kletterte in den ersten drei Monaten um gut ein Viertel auf 10,5 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn sprang auf den Rekordstand von 1,1 Milliarden nach oben, verglichen mit 478 Millionen vor einem Jahr. Im vergangenen Jahr hatte Audi seinen Betriebsgewinn dank der Erholung der Automärkte weltweit auf 3,3 Milliarden Euro verdoppelt und damit fast die Hälfte zum gesamten operativen Gewinn der VW-Gruppe beigetragen.

Im laufenden Jahr sei außer in Westeuropa mit einer steigenden Nachfrage in allen bedeuteten Absatzregionen zu rechnen, teilte Audi mit. Auf Rückenwind hofft der Konzern in den kommenden Monaten auch durch das neue Modell der Limousine A6 und den Geländewagen Q3.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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