Erstes Quartal
Carl Zeiss Meditec mit guten Zahlen

Der Medizintechnik-Anbieter hat im abgelaufenen ersten Quartal wegen eines starken Wachstums in Amerika und Asien deutlich mehr umgesetzt und operativ verdient als erwartet.

HBJENA. Mit einer konkreten Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 hielt sich Vorstandschef Michael Kaschke wegen der konjunkturellen Turbulenzen allerdings zurück: „Die Indikatoren, die wir derzeit aus den verschiedenen Regionen erhalten, sind so widersprüchlich, dass es nicht seriös wäre, eine konkrete Prognose zu geben“, sagte Kaschke am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die zunehmende Stärke des US-Dollar im Vergleich zum Euro hatte von Oktober bis Dezember bei der Gesellschaft für kräftigen Rückenwind gesorgt.

Bei Analysten und Investoren sorgte die Bilanz für ein positives Echo: An der Börse kletterte das im TecDax notierte Papier am Vormittag in der Spitze um fast 14 Prozent.

Angetrieben von der wieder belebten Nachfrage in in Nord- und Südamerika sowie dem starken Wachstum in Asien erhöhte sich der Umsatz um 25,5 Prozent auf 177,9 Mio. Euro. „Wir können derzeit aber nicht davon ausgehen, dass wir schon eine nachhaltige Erholung in den USA erreicht haben“, sagte Kaschke im Gespräch. Nach einem rückläufigen Umsatz in der umsatzstärksten Region im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 konnte das Jenaer Unternehmen im ersten Quartal dort ein Erlösplus von 27 Prozent auf 65,6 Mio. Euro verbuchen. Im Vorjahreszeitraum stand in der Region noch ein Minus von rund 19 Prozent in der Bilanz.

Die ersten Wochen des zweiten Quartals hätten sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickelt, sagten Kaschke und Finanzvorstand Bernd Hirsch: „Wir sehen in Amerika mit Beginn des Kalenderjahres eher eine Zurückhaltung bei den Kunden, weil abgewartet wird, wie sich das Konjunkturpaket in den USA auswirkt. Für die Region Asien/Pazifik gehen wir davon aus, dass wir in den neun Monaten einen sehr robusten und wachsenden Markt haben werden.“ Der Spezialist für Geräte zur Augenheilkunde und Chirurgie verbuchte in der Region einen Umsatz von 45,7 Mio. Euro - ein Plus von 61,4 Prozent.

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte das Unternehmen um rund 54 Prozent auf 21,5 Mio. Euro zulegen und damit die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten deutlich übertreffen. Ein kräftiges Plus verbuchte Carl Zeiss Meditec, an der die Muttergesellschaft Carl Zeiss 65 Prozent hält, auch bei der EBIT-Marge. Diese verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 12,1 Prozent (VJ: 9,9). Unter dem Strich wies das Unternehmen einen Gewinn nach Minderheiten von 12,7 Mio. Euro aus nach 11,6 Mio. Euro im Vorjahr.

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