Erstes Quartal
Electrolux setzt auf Europa

Die schwedische AEG-Mutter Electrolux hat ihren operativen Gewinn zu Jahresbeginn gesteigert, die Erwartungen aber dennoch verfehlt. Hinsichtlich des Absatzes im nächsten Jahr setzt der Hausgeräte-Hersteller beim Absatz auf den europäischen Markt.

HB STOCKHOLM. Der weltweit zweitgrößte Hausgeräte-Hersteller bezifferte das Quartalsergebnis vor Zinsen und Steuern ohne Sonderposten am Donnerstag mit 757 Mill. Kronen (rund 82,6 Mill. Euro), was einem Plus von rund einem Viertel entspricht. Branchenexperten hatten jedoch mit einem stärkeren Wachstum gerechnet. Die Aktien gaben daher mehr als fünf Prozent nach. Der Umsatz kletterte um 1,5 Prozent auf 24,93 Mrd. Kronen (2,7 Mrd. Euro).

Für das Gesamtjahr bekräftigte Electrolux die Erwartung eines leicht steigenden Betriebsgewinns. Zugleich sagte der Waschmaschinen- und Staubsauger-Hersteller aber auch weiter anziehende Preise für Rohmaterialien voraus. Für Europa erwartet das Management ein anhaltendes Absatzwachstum, während es für Nordamerika einen Rückgang prognostiziert.

Der Konzern reagierte zuletzt auf den steigenden Kostendruck mit dem Abbau von Arbeitsplätzen. Zudem verlagerten die Schweden Jobs in Billiglohn-Länder. Leidtragende sind unter anderem die rund 1700 Mitarbeiter des mittlerweile geschlossenen AEG-Werks in Nürnberg. Electrolux war 2006 vom US-Konkurrenten Whirlpool als Branchenprimus abgelöst worden. Whirlpool hatte damals seinen Konkurrenten Maytag übernommen. Der US-Konzern legte in dieser Woche dank eines kräftigen Wachstums in Europa, Lateinamerika und Asien unerwartet starke Quartalszahlen vor.

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