Erstes Quartal
SGL verdient mehr als erwartet

Der Kohlenstoffspezialist SGL Group hat im Auftaktquartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr und die Markterwartungen übertroffen.

dpa-afx WIESBADEN. Der operative Gewinn (Ebit) sei um 73 Prozent auf 57,3 Mill. Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Wiesbaden mit. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 32,5 Mill. Euro nach 12,4 Mill. im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 314,6 Mill. Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt ein Ebit von 43,4 Mill. Euro, einen Überschuss von 20,1 Mill. Euro und einen Umsatz von 299,3 Mill. Euro prognostiziert.

Das Unternehmen prüfe zur Zeit neue und günstigere Finanzierungsm öglichkeiten, hieß es. "Unter diesen Umständen und aufgrund rechtlicher Beratung hat das Unternehmen beschlossen, von einer spezifischen Ergebnisprognose für das Jahr 2007 abzusehen.

Bei Vorlage der Bilanz für das vergangene Jahr hatte SGL noch Ziele für 2007 genannt und ein Umsatzplus von sieben bis zehn Prozent sowie ein operatives Ergebnis über dem zehn Jahr alten Rekordwert von 192 Mill. Euro in Aussicht gestellt. "In der jetzigen Situation wollen wir keine Prognose für 2007 abgeben", sagte ein Sprecher. Der Konzern prüfe alle Möglichkeiten für eine neue Finanzierung zu günstigeren Konditionen. "Eine Kapitalerhöhung schließen wir aber definitiv aus", betonte der Sprecher. Die ausgegebenen mittelfristigen Ziele blieben unverändert bestehen.

Grund für die Neufinanzierung sei die Tatsache, dass die bestehende Finanzierung, die aus einer Zeit stammt, in der das Unternehmen in einer schwierigen Lage war, nicht mehr optimal ist, hieß es. Vor dem Hintergrund der solideren operativen und finanziellen Basis sowie der besseren Einschätzung der Ratingagenturen sollte es dem Unternehmen möglich sein, eine neue und günstigere Finanzierungsstruktur zeitnah zu verfolgen.

Im ersten Quartal hätten alle drei Geschäftsbereiche zu der positiven Geschäftsentwicklung beigetragen. Hohe Verkaufspreise und Absatzmengen sowie Kosteneinsparungen hätten die hohen Rohstoffpreise überkompensiert. Die Nettofinanzschulden stiegen leicht um 9,1 Mill. auf 238,2 Mill. Euro. SGL hatte im ersten Quartal die verbliebene EU-Kartellstrafe in Höhe von 22,3 Mill. Euro bar hinterlegt.

Bei den Segmenten verbesserte sich der Umsatz von Performance Products aufgrund der hohen Nachfrage nach Graphitelektroden aber vor allem auch nach Kathoden um 21 Prozent. Graphite Materials & Systems steigerte die Erlöse dank hoher Nachfrage unter anderem aus der Halbleiter- und Solarindustrie um zehn Prozent, Carbon Fibers & Composites verbesserte den Umsatz um 19 Prozent. Hier habe eine vorübergehende Unterbrechung der Carbonfaserproduktion im britischen Inverneess zu Lieferverzögerungen geführt.

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