Ertragsziel für 2003 angeblich nicht gefährdet
Daimler-Chrysler reagiert auf Mitsubishi-Verlust gelassen

Der überraschend hohe Verlust der japanischen Daimler-Chrysler-Beteiligung Mitsubishi Motors bringt den Stuttgarter Konzern nicht von seinem Ertragsziel für das laufende Jahr ab.

HB STUTTGART. Der Stuttgarter Autobauer hat nochmals die Gewinnprognose für den Konzern bestätigt. Trotz des Verlustes von Mitsubishi Motors wolle man weiter einen Betriebsgewinn von rund fünf Milliarden Euro im laufenden Jahr erreichen, sagte ein Sprecher des deutschen Automobilherstellers am Dienstag zur Wirtschafts-Nachrichtenagentur vwd. Mitsubishi Motors, woran Daimler-Chrysler mit 37 Prozent beteiligt ist, wies im ersten Halbjahr (per 30. September) einen konsolidierten Nettoverlust von 80,22 Milliarden Yen aus. Entsprechend der Beteiligungshöhe geht das Ergebnis des japanischen Unternehmens mit einem Quartal Verzögerung in die Bilanz von Daimler-Chrylser ein.

In den Neunmonatszahlen der Stuttgarter floss somit das 1. Quartal von Mitsubishi ein. Dies sei der größere Teil des zum Halbjahr ausgewiesenen Verlusts gewesen, betonte der Sprecher. Der kleinere Teil werde im 4. Quartal von Daimler-Chrysler gebucht. Wie hoch die Beträge genau sind, wollte der Sprecher nicht sagen. Auch HVB-Analyst Georg Stürzer sieht nur begrenzte Auswirkungen auf das Daimler-Chrysler-Ergebnis im 4. Quartal.

Gleichzeitig dürften auch die Ergebnisschätzungen für 2004 kaum betroffen sein: Das Absenken der Gewinnprognose durch Mitsubishi ergibt laut Stürzer für das 1. und 2. Quartal 2004 von Daimler-Chrysler gerade einmal rund 53 Millionen Euro mögliche niedrigere Ergebnisbeiträge. Weil der Analyst im nächsten Jahr jedoch mit einem Betriebsgewinn des Konzerns von 6,78 Milliarden Euro rechnet, sei diese Größe zu vernachlässigen.

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