Erwartungen der Anlysten übertroffen
Höhere Energiekosten belasten Gewinn bei Alcoa

Der weltgrößte Aluminium-Erzeuger Alcoa hat im zweiten Quartal 2003 wegen gestiegener Energiekosten und schwacher Nachfrage der Luftfahrt- und Turbinenindustrie einen niedrigeren Gewinn als im Vorjahr erzielt, damit aber noch immer die Erwartungen von Analysten übertroffen. Anzeichen für eine Belebung des Aluminiummarktes sieht Alcoa bislang aber nicht.

Reuters NEW YORK. Der Konzern, der Metall für zahlreiche Produkte von Konservendosen bis hin zu Flugzeug- und Autoteilen liefert, teilte nach Börsenschluss in New York mit, der Netto-Gewinn sei auf 216 Mill. von 232 Mill. Dollar vor einem Jahr oder auf 26 (27) Cent je Aktie gesunken. Ohne Berücksichtigung von Einmalaufwendungen habe der Gewinn je Aktie 27 Cent betragen. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn pro Anteilschein von 24 Cent vorausgesagt.

Alcoa ist das erste im Dow-Jones-Index gelistete Unternehmen, das seine Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegt. Die Aktien des Konzerns zogen am Dienstag nachbörslich auf 26,90 von 25,81 Dollar bei Schluss der Wall Street zu.

Alcoa hatte zu Beginn des Jahres eine umfangreiche Umstrukturierung eingeleitet, um der schwachen Nachfrage der Luftfahrtindustrie und der Hersteller von Gasturbinen zu begegnen. Niedrigere Passagierzahlen der Fluggesellschaften haben zu geringeren Aufträgen für neue Flugzeuge geführt. Zudem sind zahlreiche Energieunternehmen wegen finanzieller Probleme gezwungen, Aufträge für neue Turbinen zu verschieben oder zu stornieren.

Angesichts der schwierigen Situation der Branche will der kanadische Konkurrent Alcan Inc seine Position durch die Übernahme des französischen Pechiney-Konzerns für 3,9 Mrd. € stärken. Sollte Alcan mit dem Übernahmeversuch Erfolg haben, entstünde ein Aluminiumproduzent mit einem Jahresumsatz auf Pro-Forma-Basis von 24 Mrd. Dollar. Der neue Konzern würde den bisherigen Branchenprimus Alcoa von der Spitze verdrängen; dieser hatte 2002 Erlöse von 20,3 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Alcoa kündigte dagegen am Dienstag an, sich auf interne Verbesserungen der Produktivität konzentrieren zu wollen. Zudem gehe der Konzern davon aus, die angepeilte Kosteneinsparung von 1,0 Mrd. Dollar bis zum Jahresende zu erreichen. „Wir können zwar noch keine Anzeichen für eine Verbesserung des Marktes erkennen, aber wir sind gut positioniert, die Früchte eines Aufschwungs ernten zu können“, sagte Alcoa-Chef Alain Belda.

Eine saisonal belebte Nachfrage der Verpackungs- und Bauindustrie, hohe Auslieferungen von Aluminiumbarren und ein robuster Aluminiummarkt haben nach Angaben des Unternehmens zu einer Steigerung des Umsatzes um sechs Prozent auf 5,5 Mrd. von 5,20 Mrd. Dollar vor einem Jahr beigetragen.

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