Erwartungen erfüllt
RWE mit neuer Energie

Der Energiekonzern RWE hat in den ersten neun Monaten 2003 mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses die Markterwartungen getroffen. Wenige Wochen vor Ablauf des Geschäftsjahres hob Deutschlands zweitgrößter Versorger seine Gewinnerwartung leicht an.

HB ESSEN. Der Betriebsgewinn habe sich von Januar bis September um knapp 25 Prozent auf vier Milliarden Euro erhöht, teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. Zu dem Wachstum hätten alle großen Neuerwerbungen der letzten Zeit beigetragen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Betriebsgewinn von 4,026 Milliarden Euro prognostiziert.

Für das Gesamtjahr erwartet RWE eine Steigerung des Betriebsgewinns von mindestens 15 Prozent. Im August hatte es noch geheißen, diese zentrale Gewinngröße werde im unteren zweistelligen Prozentbereich wachsen. Den für das Gesamtjahr erwarteten Rückgang des Nettoergebnisses kann RWE nach neuester Aussage auf 20 Prozent begrenzen. Das Nettogewinn gab in den ersten neun Monaten um 19,2 Prozent auf 732 Millionen Euro nach. Begründet wurde dies mit Firmenwertabschreibungen. Die Schulden verringerte RWE per Ende September auf netto 18,8 Milliarden Euro. Zum Jahresende sollen sie bei 20 Milliarden Euro liegen.

Zu der am Vortag mit den kommunalen Eignern von RWE Gas erzielten Einigung über die Eingliederung des Gasgeschäfts nahm der Zwischenbericht nicht Stellung. Die Einigung sieht vor, dass die Kommunen ihren 20-Prozent-Anteil an RWE Gas in ein ebenso großes Paket der neuen Vertriebstochter RWE Westfalen-Weser-Ems tausche. Außerdem bekommen sie 100 Millionen Euro in bar, fünf Jahre lang eine Dividende von 48 Millionen Euro jährlich und verkaufen ihren Anteil danach an RWE für 800 Millionen Euro. Analysten hatten die Einigung begrüßt. Sie sei für den Konzern angesichts dessen ehrgeiziger Sparziele auch nicht zu teuer. RWE hatte den Barwert der Transaktion auf 900 Millionen Euro beziffert.

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