Erwartungen für 2003 angehoben
Conti koppelt sich von Branchenflaute ab

Der Automobilzulieferer Continental hat sich im ersten Halbjahr erneut von der schwachen Automobilkonjunktur abkoppeln können und den Gewinn deutlich gesteigert. Der weltweit viertgrößte Reifenhersteller präzisierte am Donnerstag zugleich seine Prognose, wonach er im Gesamtjahr einen Betriebsgewinn von mehr als 700 Mill. € erzielen will.

Reuters HAMBURG. Continental steigerte in der ersten Jahreshälfte das Betriebsergebnis um fast 15 % auf 399 Mill. €. Der Reingewinn erhöhte sich den Angaben zufolge um fast 20 % auf 195 Mill. €. Dagegen ging der Umsatz - vor allem auf Grund negativer Währungseffekte durch den starken Euro - geringfügig auf 5,647 Mrd. von 5,659 Mrd. € im Vorjahreszeitraum zurück.

Nach Reuters-Berechnungen verbesserte sich auch das Ergebnis im Zeitraum April bis Juni binnen Jahresfrist. Mit den Zahlen übertraf Conti sowohl im Quartal als auch im Halbjahr bei Ergebnis und Reingewinn die Markterwartungen, lag beim Umsatz jedoch unter den Analystenschätzungen.

Zum Ausblick teilte Continental mit, die Ausrüstung von Autos mit elektronischen Bremssystemen nehme trotz rückläufiger Fahrzeugproduktion weiter zu. „Insofern haben wir unsere Erwartungen für 2003 angehoben und gehen jetzt davon aus, dass wir ein operatives Ergebnis von mehr als 700 Mill. € erzielen werden,“ teilte Conti-Chef Manfred Wennemer mit. Er hatte zuletzt auf der Hauptversammlung im Mai für 2003 ein leichtes Umsatzwachstum und ein operatives Ergebnis über dem Rekordniveau des Vorjahres von 694 Mill. € angekündigt.

Continental gelingt es zurzeit anders als seiner Kundschaft in der Automobilindustrie, sich von der schwachen Autonachfrage abzukoppeln. Experten führen dies unter anderem auf Erfolge bei der Restrukturierung des Reifengeschäfts und die Konzentration auf Margen starke Autoelektronik zurück.

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