Erwartungen getroffen
Bilfinger Berger mit Gewinnsprung dank Dienstleistungen

Das wachsende und ertragreiche Geschäft mit Bau- und Immobiliendienstleistungen hat dem zweitgrößten deutschen Baukonzern Bilfinger Berger im ersten Halbjahr zu einer kräftigen Gewinnsteigerung verholfen.

HB MANNHEIM. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen (Ebita) sei in den ersten sechs Monaten auf 17 (Vorjahr: 10) Mill. € gestiegen, teilte Bilfinger Berger am Mittwoch in Mannheim mit. Das Ebita traf damit genau die Erwartungen der von Reuters befragten Analysten.

Das Konzernergebnis verbesserte sich auf zehn (acht) Millionen Euro. Die Gesamtleistung kletterte um elf Prozent auf 2,83 Mrd. €, der Auftragseingang lag mit 2,80 Mrd. € allerdings unter dem hohen Vorjahreswert. Ein hoher Auftragsbestand und das Dienstleistungsgeschäft machen Bilfinger Berger auch für das gesamte Jahr unverändert zuversichtlich. Der Auftragsbestand lag zur Jahresmitte bei 6,25 Mrd. € und damit 13 % höher als vor einem Jahr.

Für das Gesamtjahr rechnet Bilfinger Berger weiter mit einem Anstieg der Gesamtleistung auf mehr als 6 Mrd. €, was einem Plus von mehr als 7 % entspräche. Das operative Ergebnis (Ebita) und das Ergebnis vor Steuern sollen im Vergleich dazu überproportional zulegen, der Reingewinn den um Sondererträge aus dem Buderus-Verkauf bereinigten Vorjahreswert von 50 Mill. € übertreffen.

Mit den Immobilienservice-Unternehmen Wolfferts und HSG und dem Industrieservice der Münchener Rheinhold & Mahla sowie der entsprechenden Aktivitäten der US-Tochterfirma Fru-Con verdiente Bilfinger Berger in den ersten sechs Monaten operativ allein 17 (10) Mill. €. Der Ingenieurbau steigerte sein Ebita auf sechs (vier) Millionen Euro, im Hoch- und Industriebau standen zwei (eine) Millionen Euro Ebita zu Buche. Das wachsende Geschäft mit Betreiberprojekten schloss mit einer schwarzen Null ab.

Für das Gesamtjahr erwartet Bilfinger Berger im Ingenieurbau einen Anstieg der Leistung auf 2,4 (2,19) Mrd. € und ein operatives Ergebnis mindestens auf dem Vorjahresniveau von 45 Millionen Euro. Der Hoch- und Industriebau soll die Leistung auf 2,05 (1,92) Mrd. € ausbauen und das schwache Ebita des Vorjahres von sechs Millionen Euro verbessern.

Das Service- Geschäft soll stark steigende Gewinne abwerfen (Ebita 2003: 47 Mill. €) und die Leistung auf 1,55 (1,36) Mrd. € ausbauen. Damit käme das Geschäft dem Ziel von Vorstandschef Herbert Bodner nahe, künftig 50 % des Gewinns in dieser in den vergangenen Jahren neu aufgebauten Sparte zu erwirtschaften

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