Erwartungen nicht erfüllt
Electrolux enttäuscht mit Quartalsbericht

Der weltgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten, Electrolux aus Schweden, hat mit seinem Quartalsbericht für unzufriedene Gesichter bei den Aktionären gesorgt.

hst STOCKHOLM. Der Konzern, zu dem Marken wie AEG, Frigidaire und Zanussi gehören, konnte die Erwartungen nicht erfüllen und gab einen negativen Ausblick für dieses Jahr.

Im ersten Quartal sank der Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,8 auf 1,6 Mrd. Kronen (173,5 Mill. Euro). Analysten hatten mit 1,7 Mrd. Kronen gerechnet. Der Umsatz lag mit 30,5 Mrd. Kronen zwar leicht über den Erwartungen, erreichte aber nicht das Vorjahresniveau von 32,1 Mrd. Kronen.

„Das Betriebsergebnis für das Gesamtjahr 2004 wird voraussichtlich etwas unter dem von 2003 liegen“, sagte ein Unternehmenssprecher in Stockholm. Die von Electrolux erwartete Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr steht im starken Kontrast zum größten Konkurrenten der Schweden, dem amerikanischen Konzern Whirlpool. Das US-Unternehmen hatte zuvor die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Electrolux-Aktie gab in Stockholm zwischenzeitlich um fast 2 % nach, seit Jahresbeginn ist die Aktie um rund 2 % gestiegen.

Analysten zeigten sich vor allem über sinkende Gewinnspannen bei dem schwedischen Konzern beunruhigt. Trotz Outsourcing in Niedriglohnländer wie Ungarn konnte die Umsatzrendite von 5,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal nicht verbessert werden. „Es scheint, als ob sich Electrolux auf eine Marge von vier bis fünf Prozent einstellen muss und damit das selbst definierte langfristige Ziel von sechs Prozent verfehlen würde“, sagte ein Analyst in Stockholm. Vor allem in den USA war der Preisdruck bei Staubsaugern besonders stark und konnte einen 10-prozentigen Umsatzanstieg nicht ausgleichen. Für Europa kündigte Electrolux-Chef Hans Stråberg Preiserhöhungen an.

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