Erwartungen übertroffen
Heidelberg Cement profitiert von Preiserhöhungen

Nach Preiserhöhungen in seinem Deutschland-Geschäft hat der Baustoffhersteller Heidelberg Cement im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der operative Gewinn habe sich auf 344 Mill. von 225 Mill. € im Vorjahr erhöht, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gesellschaft am Dienstag in Heidelberg mit.

HB FRANKFURT. Analysten hatten im Durchschnitt mit 310 Mill. € gerechnet. Grund für den Anstieg des operativen Gewinns sei unter anderem die verbesserte Erlössituation in Deutschland, hieß es. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum auf mehr als 1,9 (Vorjahr: 1,8) Mrd. €. Der Jahresüberschuss stieg auf 201 von 133 Mill. € an. Die Aktie von Heidelberg Cement gewann am Morgen nach Börsenöffnung 0,7 % auf 42,30 €.

Die Erlöse in Deutschland hätten sich verbessert, dennoch seien weitere Preiserhöhungen notwendig, gab Heidelberg Cement bekannt. Der größte deutsche Zementhersteller hatte vergangene Woche angekündigt, Anfang 2005 zum dritten Mal die Preise zu erhöhen. Von Januar an soll der Zementpreis in Deutschland um 9,50 € je Tonne angehoben werden. Der Marktführer hatte die weit unter das Durchschnittsniveau in Europa eingebrochenen Preise schon zuvor in zwei Schritten um 20 € je Tonne erhöht und dabei den Vorreiter in der Branche gespielt.

Für 2004 geht Heidelberg Cement von einem Umsatzanstieg von mindestens fünf Prozent aus. Beim operativen Ergebnis erwartet der Vorstand eine zweistellige Wachstumsrate. Vor allem das anhaltend florierende Baugeschäft in Osteuropa werde auch im kommenden Jahr zu Wachstum verhelfen, gab das Unternehmen bekannt.

Der Konkurrent Dyckerhoff hatte am Vortag anlässlich der Vorlage seiner Neun-Monatszahlen ebenso von einer verbesserten Situation auf dem Heimatmarkt wegen eines stabileren Preisniveaus berichtet. Das Wiesbadener Unternehmen richtet seine Wachstumshoffnungen auch auf das Geschäft in Osteuropa.

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