Erwartungen verfehlt
Conti enttäuscht Anleger und Analysten

Der Autozulieferer Continental hat im dritten Quartal trotz Umsatz- und Gewinnsteigerungen die Ergebniserwartungen von Analysten verfehlt. Anleger straften daraufhin die Titel des Unternehmens ab.

HB FRANKFURT. Um die Übernahme der Siemens-Sparte VDO zu finanzieren, will der Konzern nun sein Kapital um knapp zehn Prozent erhöhen, wie das nun zu den weltweit fünf größten Autozulieferern gehörende Unternehmen am Dienstag in Hannover mit. Von Juli bis September kletterte der Gewinn von Continental im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 251,5 Mill. Euro. Vor Zinsen und Steuern verbuchte Conti ein Plus von acht Prozent auf 426,1 Mill. Euro, während der Umsatz auf 3,91 (Vorjahr: 3,71) Mrd. Euro zulegte. Die von Reuters befragten Analysten hatten aber im Schnitt einen Gewinn von 270 Mill. Euro und einen Umsatz von 3,92 Mrd. Euro erwartet.

Conti biete rund 14,7 Mill. neue Aktien an, die in einem beschleunigten Verfahren noch am Dienstag bei institutionellen Investoren platziert werden sollen. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses könnte der Konzern damit rund 1,5 Mrd. Euro einnehmen. Mit der Kapitalerhöhung um zehn Prozent muss sich Conti für die Übernahme von VDO weniger stark verschulden. Die Siemens-Sparte kostete rund 11,4 Mrd. Euro. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

Firmenchef Manfred Wennemer sagte, Continental wolle mit den um einen Tag vorgezogenen Quartalszahlen den Investoren die Möglichkeit geben, „die aktuelle Leistungskraft der Continental zu bewerten. Außerdem entziehen wir mit diesem raschen Schritt jeder Spekulation über Zeitpunkt und Umfang der Kapitalerhöhung den Boden.“ Der Kurs der Conti-Aktie hatte in den vergangenen Tagen kräftig angezogen. Vorbörslich verloren die Titel am Dienstag um bis zu fünf Prozent und konnten sich im Handelsverlauf leicht erholen.

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