Erwartungen verfehlt
Heineken: Mehr verdient, höhere Preise

Der weltweit drittgrößte Brauereikonzern, Heineken aus den Niederlanden, hat im ersten Halbjahr 2008 weniger verdient als erwartet. Der operative Gewinn sei um 7,4 Prozent auf 925 Millionen Euro gestiegen, hieß es. Nun will Heineken die Preise anheben.

HB AMSTERDAM. Grund für die Preiserhöhung seien höhere Rohstoffpreise, teilte der drittgrößte Brauer der Welt am Mittwoch in Amsterdam mit. Die Rohstoffe würden in diesem Jahr um rund 15 Prozent und im kommenden Jahr um weitere acht Prozent teurer, teilte der drittgrößte Brauer der Welt in Amsterdam mit. Dank bereits höherer Preise und Kostensenkungen habe das Unternehmen im ersten Halbjahr operativ mehr verdient und zudem den Umsatz kräftig gesteigert. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34,8 Prozent auf 407 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Sonderposten stieg um 7,4 Prozent auf 925 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auch wegen des Zukaufs des Konkurrenten Scottish & Newcastle um 17,1 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro. Damit hat der Konzern im ersten Halbjahr 2008 weniger verdient als erwartet.

Die Integration von Scottish & Newcastle laufe gut, hieß es. Die seit Mai konsolidierte Gesellschaft habe im ersten Halbjahr 608 Millionen Euro am Umsatz und 28 Millionen Euro am operativen Gewinn beigesteuert. Für 2008 erwarte Heineken aus der Übernahme Synergien vor Steuern von 30 Millionen Euro. Dem stünden Einmalkosten von 70 Millionen Euro für die Restrukturierung gegenüber.

Heineken hatte im Januar gemeinsam mit der dänischen Brauerei Carlsberg 7,6 Milliarden britische Pfund für den britischen Wettbewerber geboten. Den größten Bier-Deal aller Zeiten mit einem Volumen von 52 Milliarden Dollar landete aber der belgische Braukonzern InBev mit der Übernahme der US-amerikanischen Anheuser Busch. -

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