Erzwungene Hauptversammlung
Bayer Schering Pharma sieht sich auf gutem Weg

Die Pharmasparte des Bayer-Konzerns - Bayer Schering Pharma - zeigt sich für dieses und nächstes Jahr optimistisch. Es könnte also beste Laune herrschen - wenn da nicht widerspenstige Aktionäre wären.

HB BERLIN. "Für 2007 und 2008 gehen wir von einem positiven Geschäftsverlauf aus", erklärte Bayer-Schering-Pharma-Finanzvorstand Werner Baumann am Donnerstag auf der Hauptversammlung der Bayer-Tochter in Berlin. Dies gelte besonders für die Regionen USA, Osteuropa und Asien, heißt es im Geschäftsbericht. Man wolle die führende Position in den Spezialmärkten weiter festigen und ausbauen.

Baumann betonte, die Integration des für rund 17 Mrd. Euro gekauften Schering-Konzerns gehe zügig voran. Diese sieht auch den weltweiten Abbau von 6 100 Stellen von im Gesamtkonzern rund 60 000 vor. Vor allem damit sollen bis 2009 jährliche Einsparungen von 700 Mill. Euro erreicht werden. Am früheren Schering-Hauptsitz in Berlin würden noch 950 Stellen wegfallen, sagte Baumann. Mit rund 600 Mitarbeitern habe man bereits eine Einigung erzielt.

Mit seinen jüngsten Quartalszahlen hatte Bayer die Erwartungen vor allem dank der profitablen Präparate des ehemaligen Schering-Konzerns übertroffen. Das Geschäft ist nach der Schering-Übernahme durch den Bayer-Konzern mit dessen Gesundheitssparte zusammengelegt worden zur Bayer Schering Pharma. Vor allem das Multiple-Sklerose Medikament Betaferon sowie die Verhütungsmittel Yasmin und Mirena hatten für einen Wachstumsschub in der Sparte gesorgt.

Die Hauptversammlung der ehemaligen Schering war nötig, da eine Reihe von Minderheitsaktionären ihre Aktien nicht an Bayer verkauft haben. Bayer hält über 96 Prozent der Schering-Anteilsscheine. Die restlichen Aktionäre sollen über einen so genannten Squeeze Out zum Verkauf gezwungen werden. Dagegen gibt es allerdings eine Reihe von Klagen, die sich vor allem gegen den Abfindungspreis richten. Vorgesehen sind 98,98 Euro pro Aktie. An der Börse notierte die Schering-Aktie zuletzt mit 105,43 Euro.

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