Esperion Therapeutics erworben
Pfizer und Morphosys kooperieren

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer arbeitet ab sofort mit dem bayerischen Biotech-Unternehmen Morphosys zusammen. Therapeutische Antikörper sind das Kooperationsfeld.

HB MARTINSRIED. Morphosys werde im Rahmen der auf fünf Jahre angesetzten Kooperation therapeutische Antikörper gegen mehrere Zielmoleküle von Pfizer entwickeln, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der potenzielle Gesamtwert dieser Vereinbarung betrage für Morphosys aus der Kombination festgelegter und erfolgsabhängiger Zahlungen für künftige Produkte mehr als 50 Millionen Dollar. Nicht eingeschlossen seien dabei Tantiemen, die bei der Vermarktung von Produkten fällig würden. Pfizer sei für die präklinische und klinische Entwicklung sowie für die Vermarktung der entstehenden Produkte verantwortlich.

Die im Prime Standard notierte Morphosys-Aktie legte am Vormittag knapp 20 Prozent auf 10,92 Euro zu. Die in Martinsried bei München ansässige Morphosys beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Technologien zur Herstellung synthetischer Antikörper für die Medikamentenforschung. Morphosys verfügt über eine Reihe von Technologien, darunter der so genannten HuCal-Bibliothek, die zur Produktion von menschlichen Antikörpern genutzt wird und die auch in der Kooperation mit Pfizer zum Einsatz kommen soll.

Pfizer will die Esperion Therapeutics für 1,3 Mrd. Dollar in bar kaufen. Dies bedeute eine Offerte von 35 Dollar je Aktie, teilte der US-Pharmakonzern am Sonntag mit. Damit will Pfizer eigenen Angaben zufolge einen Aufpreis von 54 % auf den durchschnittlichen Kurs der vergangenen 20 Handelstage auf die Esperion-Aktie zahlen. Der Übernahmekandidat entwickelt Medikamente und ist auf Mittel gegen Arterienverkalkung spezialisiert. Pfizer sieht in der Gesellschaft eine ideale Ergänzung ihrer Forschungskapazitäten in diesem Bereich.

Allerdings machte Pfizer keine Angaben, welche Auswirkungen diese Akquisition auf ihr Ergebnis haben könnte. Esperion arbeitet mit Verlust. Für 2004 hatte die Gesellschaft einen Verlust von 39 Mill. bis 42 Mill. Dollar angekündigt. Darüber hinaus würden die Kosten für Forschung und Entwicklung in diesem Zeitraum zulegen, hatte es geheißen.

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