EU-Absatzzahlen
Automarkt kommt langsam aus dem Tal

Deutschlands Autobauer gewinnen wieder an Zuversicht. Die Stimmung auf dem europäischen Markt hellt sich auf. In einigen deutschen Werken müssen sogar Sonderschichten geschoben werden.
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Berlin/ HamburgRichtig rosig sind die Zahlen nicht. Nach elf Monaten wurden in Deutschland rund 2,74 Millionen Neuwagen verkauft - fünf Prozent weniger als vor Jahresfrist. Trotzdem lässt sich der Verband der deutschen Automobilindustrie den Optimismus nicht nehmen. „Die langsame Stabilisierung des deutschen Marktes setzt sich also fort“, sagt VDA-Chef Matthias Wissmann. In den vergangenen Monaten habe der Absatz konsequent die Vorjahreswerte übertroffen, allein das schlechte erste Halbjahr verhindere eine bessere Bilanz.

Für das kommende Jahr erwartet der VDA daher eine weitere Stabilisierung des Pkw-Nachfrage. Nach voraussichtlich 2,93 Millionen Neuzulassungen in diesem Jahr würden 2014 wohl rund drei Millionen Neuwagen registriert. Damit dürften die Auto-Verkäufe etwas über denen von 2013 liegen. Dafür müssen die Konjunktur weiter mitspielen. Schon seit Jahren pendelt die Nachfrage hierzulande um die Marke von drei Millionen Fahrzeugen. Ein stärkerer Anstieg ist nach Meinung von Experten auch in den nächsten Jahren nicht in Sicht, da viele Menschen bereits zwei Wagen haben und neue Autos allenfalls gekauft werden, wenn der alte ausgedient hat.

Bessere Nachrichten sind dagegen aus den krisengeplagten großen EU-Ländern Spanien und Frankreich zu erwarten. Nach Angaben des spanischen Herstellerverbandes legten die Neuzulassungen im November um 15,1 Prozent zu und kletterten damit den dritten Monat infolge- allerdings mit tatkräftiger Subventionshilfe des Staates. In Frankreich sank der Pkw-Absatz zwar um 4,4 Prozent, nachdem er im September und Oktober gestiegen war. Doch das liegt vor allen an einer geringeren Zahl an Verkaufstagen. Bereinigt ergab sich nach Branchenangaben im November ein Plus von 5,7 Prozent.

Die boomende Nachfrage in China und den USA dürften weiterhin das Wachstum der deutschen Hersteller antreiben. Für 2014 prognostizierte der VDA einen Anstieg der weltweiten Produktion der deutschen Autobauer um etwa 500.000 Einheiten auf 14,7 Millionen Stück. Der Zuwachs kommt vor allem von den ausländischen Werken, deren Ausstoß um sechs Prozent auf 9,2 Millionen Einheiten klettern soll. Die Inlandsproduktion soll sich dagegen nur leicht auf 5,47 (2013: 5,45) Millionen Einheiten erhöhen. Damit verliert Deutschland für seine Autohersteller weiter an Bedeutung. Die Beschäftigung soll jedoch stabil bleiben.

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Sonderschichten für den Weltmarkt

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  • Nachdem ich mich vor 4 Jahren für einen BMW entschieden hatte, muss ich heute sagen: nie wieder BMW oder ein deustches Auto. Mit den vorherigen japanischen und koreanischen Modellen hatte ich nie diese Probleme, diese reparaturen und so einen miesen Lack.

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