EU-Entscheidung
Alcoa muss Staatshilfen in Italien zurückzahlen

Die in Italien gezahlten Staatshilfen an den US-Aluminiumkonzern Alcoa waren wettbewerbswidrig, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Der Konzern muss die seit 2006 in Italien erhaltenen Staatshilfen daher zurückzahlen. Damit kommen Belasteungen zwischen 300 und 500 Mio. Euro im vierten Quartal auf Alcoa zu.
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HB MAILAND.Die Unterstützung habe das Unternehmen auf unfaire Weise gegenüber Konkurrenten bevorteilt, erklärte die Europäische Kommission nach jahrelangen Ermittlungen am Donnerstag. Alcoa habe seine Produkte zu einem niedrigeren Preis oder zu höheren Renditen verkaufen können. Die Behörde nannte keine Summe. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte lediglich, dass es sich um den größten Teil der Hilfen handeln werde. Italien müsse seine Unterstützung einstellen.

Alcoa rechnet mit einer Belastung im vierten Quartal zwischen 300 und 500 Mio. Euro vor Steuern. Wie hoch die Hilfen des italienischen Staates ausgefallen waren, gab der Konzern nicht bekannt. Er will die Entscheidung aber anfechten. Wegen der Unsicherheit über die künftige Unterstützung in Italien und die finanziellen Auswirkungen der EU-Entscheidung werde die Arbeit in den beiden Hütten Fusina und Portovesme vorübergehend gedrosselt, teilte das Unternehmen mit.

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