EU-Ermittlungen MAN vermutlich straffrei

Nach Vorwürfen bezüglich Preisabsprachen mit anderen LKW-Herstellern, könnte MAN straffrei bleiben. Weil der Konzern selbst das Verfahren ins Rollen gebracht hat, könnte von einer Kronzeugenregelung profitieren.
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München Der Lastwagenhersteller MAN könnte EU-Ermittlungen wegen angeblicher Preisabsprachen mit anderen Herstellern einem Bericht der britischen „Financial Times“ zufolge ohne Strafe überstehen. Wie das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, habe der Konzern die Ermittlungen selbst mit angestoßen und könnte als Kronzeuge in dem Verfahren einer möglicherweise millionenschweren Zahlung entgehen. MAN lehnte am Freitag eine Stellungnahme ab, die EU-Kommission wollte sich gegenüber der „FT“ nicht äußern.

Die Kommission ermittelt seit längerem gegen die Hersteller MAN, Scania, Daimler, Volvo und Iveco wegen möglicher unerlaubter Preisabsprachen. Im Januar durchsuchten Ermittler Büros der Unternehmen. Die Kommission teilte damals mit, sie gehe einem Kartellverdacht nach, nannte aber nicht die Namen der Firmen. Die EU kann im Rahmen solcher Verfahren empfindliche Strafen verhängen.

Nach Angaben der „FT“ sind die Ermittlungen unabhängig von einem Verfahren in Großbritannien. In diesem Zusammenhang hatten Ermittler der britischen Kartellbehörde OFT im September 2010 unter anderem Räume des Lastwagenherstellers Daimler nahe London durchsucht und bei Scania und MAN schriftliche Anfragen gestellt.

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