EU hat keine Bedenken
Merckle nimmt letzte Hürde bei Heidelberg-Cement

Die vom Pharma-Unternehmer Adolf Merckle kontrollierte Spohn Cement hat von der EU grünes Licht für die Übernahme von Heidelberg-Cement bekommen. Damit ist die Milliardenübernahme perfekt.

HB BRÜSSEL. Die EU-Kommission sieht keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken und stimmte am Mittwoch der Übernahme im vereinfachten Verfahren zu. Die Kartellbehörden in den USA und Kanada hatten Spohn bereits die Freigabe erteilt. Spohn Cement hatte im Zuge eines Kaufangebots an die Heidelberg-Cement-Aktionäre zu 60 Euro je Aktie die Mehrheit an dem Zementkonzern übernommen und hält inzwischen rund 79 Prozent an dem weltweit viertgrößten Hersteller. Hinter der Vermögensgesellschaft Spohn stecken Adolf Merckle und weitere Familienmitglieder. Der Industrielle ist langjähriger Aktionär bei Heidelberg-Cement und sitzt auch im Aufsichtsrat des Konzerns. Mit der kreditfinanzierten Übernahme will Merckle sein Engagement gegen eine feindliche Übernahme schützen. Einen Großteil der Zinslasten für die entstehenden Verbindlichkeiten kann Spohn Cement über die Dividendenausschüttungen von Heidelberg-Cement decken.

Die im Nebenwerteindex MDax gelisteten HeidelbergCement-Aktien verloren am Mittwoch im frühen Handel 0,1 Prozent auf 58,95 Euro. Spohn hatte angekündigt, die Aktien an der Börse zu belassen. Auch ein Gewinnabführungsvertrag sei nicht geplant.

Merckles Familie kontrolliert unter anderem Europas zweitgrößten Pharmahändler Phoenix, den Generika-Hersteller Ratiopharm und den Pistenbully-Produzenten Kässbohrer.

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