Euopäischer Markt
Nissan rechnet mit Nachfragerückgang

Der japanische Autobauer Nissan rechnet angesichts der Finanzkrise für 2008 und 2009 mit einer weiter sinkenden Nachfrage in Europa.

HB PARIS. Der stellvertretende Europa-Chef Eric Nicole sagte beim Reuters Auto Summit, einem Treffen hochrangiger Manager und Branchenexperten, am Dienstag in Paris, er erwarte in Westeuropa keine massive Kreditknappheit, aber die Kauffreude der Konsumenten werde abnehmen. Eine Folge schmaler Portemonnaies bei den Kunden werde sein, dass noch mehr kleine Autos verkauft werden. Den Herstellern stünden deshalb weitere Kostensenkungen ins Haus.

Für Nissan erwartete Nicole allerdings keine negativen Auswirkungen auf die Finanzierung seiner Projekte. Der mit dem französischen Hersteller Renault verbundene Autobauer verfüge über ausreichend Liquidität. Als Hauptprobleme nannte der stellvertretende Europachef die Marktschwäche und die steigenden Rohstoffkosten. "Der Gegenwind wird stärker."

Nissan halte aber an seinem Ziel für das Geschäftsjahr 2008/2009 (31. März) fest, in Europa 700 000 Autos zu verkaufen. Im Jahr zuvor waren es 636 000 Einheiten. "Es wird schwieriger als erwartet, das Ziel zu erreichen. Aber wir geben noch nicht auf." Der Autobauer setze auf neue Modelle wie eine größere Variante des erfolgreichen Geländewagens Qashqai und auch ein kleineres Modell. So solle der Marktanteil auf über drei Prozent steigen. Nissan werde den Absatz nicht durch kostspielige Rabattaktionen ankurbeln, betonte Nicole. "Wir machen keine Kompromisse bei der Profitabilität."

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