Euro-Krise
Shell bringt seine Milliarden in Sicherheit

Der Ölkonzern will seine Geldreserven in Sicherheit wissen. In Europa ist das offenbar nicht der Fall. Denn nun zieht Shell offenbar Gelder in Milliardenhöhe aus Ländern der Euro-Zone ab.
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LondonDer Ölkonzern Royal Dutch Shell zieht wegen der Schuldenkrise Gelder in Milliardenhöhe aus Europa ab. Finanzvorstand Simon Henry sagte der Londoner Tageszeitung „The Times“, das Unternehmen wolle die 15 Milliarden Dollar Barmittel statt dessen in US-Staatsanleihen oder bei US-Banken anlegen.

Der britisch-niederländische Konzern sehe sich gezwungen, seine Risiken in den am schwersten von der Schuldenkrise betroffenen Ländern der Euro-Zone zurückzufahren. Der Zeitung zufolge zieht Shell den größten Teil seiner Liquiditätsreserven aus Europa ab.

Im vergangenen Quartal ging der Gewinn bei Shell zurück. Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern verzeichnete ein Gewinnminus vor Sonderposten von knapp 14 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar.

Shell litt im zweiten Vierteljahr vor allem unter den hohen Wartungs- und Stilllegungskosten für Aktivitäten im Golf von Mexiko. Nach nur einer Woche musste der Konzern eine Raffinerie in Texas wegen massiver Korrosionsschäden wieder schließen. Shell-Chef Peter Voser zufolge soll die Anlage bis 2013 wieder an den Start gehen.

Höhere Margen im Raffineriegeschäft halfen der Gesellschaft nicht. In Nordamerika ist wegen unkonventioneller Förderungsmethoden der Gaspreis stark unter Druck. Als Dividende will Shell im zweiten Quartal mit 43 Cent insgesamt einen Cent mehr als im Vorjahreszeitraum ausschütten.

Zudem haben Konkurrenten aus Asien dem Unternehmen jüngst zugesetzt. So zog sich Shell aus dem Rennen um eine Übernahme von Cove Energy aus Angst vor zu hohen Kosten zurück. Nun macht das thailändische PTT-Unternehmen das Geschäft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Solange das Barrel Öl nicht direkt in Euro bezahlt werden kann, also ohne Dollarwechselkurs, kann man den Euro als Weltwährung vergessen. Der Euro ist aber gut genug zum Monopoly spielen!

  • Sie sind auf den richtigen Weg und haben die Lage erkannt, Es ist schon lange der 3. Weltkrieg aus-gebrochen. Hier bei handelt es sich um einen weltweiten
    Wirtschafts- u. Währungskrieg, darum muss Europa fallen,
    damit die USA wieder schneller auf die Beine kommen. Ich hoffe sie haben das alles verstanden und können sich einigermaßen ausmahlen was auf uns zukommt. Aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern kämpfen. OK!

  • Ein E-Bike ist ein guter Anfang um Tankstellen zu vermeiden und siuch an das elektrische Fahrgefühl zu gewöhnen.
    Europa ist leider um etwa 10 Jahre hintennach den Chinesen, welche nunmehr bald 1.000,000.000 E-Vehikel produziert haben werden. Merkel&Co haben es verabsäumt, dass in <>Europa di dazu nötigen Lithiumzellen produziert werden, so bleibt dafür nur der Import aus Fernost, obwohl es in Kärnten eine abbauwürdige Lithium-Lagerswtätte gäbe.

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