Industrie

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Euro-Krise: Shell bringt seine Milliarden in Sicherheit

Der Ölkonzern will seine Geldreserven in Sicherheit wissen. In Europa ist das offenbar nicht der Fall. Denn nun zieht Shell offenbar Gelder in Milliardenhöhe aus Ländern der Euro-Zone ab.

Eine alte Benzinpumpe von Shell. Quelle: Reuters
Eine alte Benzinpumpe von Shell. Quelle: Reuters

LondonDer Ölkonzern Royal Dutch Shell zieht wegen der Schuldenkrise Gelder in Milliardenhöhe aus Europa ab. Finanzvorstand Simon Henry sagte der Londoner Tageszeitung „The Times“, das Unternehmen wolle die 15 Milliarden Dollar Barmittel statt dessen in US-Staatsanleihen oder bei US-Banken anlegen.

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Der britisch-niederländische Konzern sehe sich gezwungen, seine Risiken in den am schwersten von der Schuldenkrise betroffenen Ländern der Euro-Zone zurückzufahren. Der Zeitung zufolge zieht Shell den größten Teil seiner Liquiditätsreserven aus Europa ab.

Die größten börsennotierten Ölkonzerne der Welt

  • Die größten Öl- und Gaskonzerne

    Sie fördern und raffinieren Erdöl oder Gas und betreiben riesige Tankstellennetze. Wie viel die zehn größten Öl- und Gaskonzerne der Welt an der Börse wert sind.

    Quelle: Bloomberg, Stand: 26.7.2012

  • Platz 10

    ENI (Italien)

    Der italienische Öl- und Gaskonzern erreicht mit einer Marktkapitalisierung von 70 Milliarden Dollar Rang zehn unter den Energiekonzernen. Das Unternehmen mit Sitz in Rom ist der größte Gasversorger Italiens. Neben dem Öl- und Gasgeschäft mit Exploration, Förderung, Raffinerie und Vertrieb sind die Italiener auch im Stromgeschäft aktiv.

  • Platz 9

    Sinopec (China)

    Der chinesische Mineralölriese zählt zu den größten Energiekonzernen des Landes und erreicht an der Börse eine Marktkapitalisierung von 80,9 Milliarden Dollar. Das Unternehmen mit Sitz in Peking ist im Hang-Seng-Index notiert.

  • Platz 8

    Total (Frankreich)

    Die Franzosen betreiben in Europa ein dichtes Tankstellennetz. In mehr als 30 Ländern fördert der Konzern Öl und Gas. Der Konzern mit Sitz in Courbevoie nahe Paris erreicht einen Börsenwert von 124 Milliarden Dollar.

  • Platz 7

    Gazprom (Russland)

    Der russische Konzern rangiert an der Weltspitze der Gasförderer. Das Moskauer Unternehmen ist an der Börse mit 116 Milliarden Dollar bewertet. Gazprom kontrolliert fast die gesamte Erdgasförderung Russlands.

  • Platz 6

    Petrobras (Brasilien)

    Der halbstaatliche Konzern mit Sitz in Rio de Janeiro hat eine Marktkapitalisierung von 125,1 Milliarden Dollar. Die Brasilianer sind besonders in der Offshore-Förderung von Öl stark. Der Konzern wurde ursprünglich zur Abwehr von US-Konzernen gegründet.

  • Platz 5

    BP (Großbritannien)

    Die Katastrophe im Golf von Mexiko hat den Konzern in Bedrängnis gebracht. Aktuell ist das Unternehmen mit 129,1 Milliarden Dollar bewertet. In Deutschland wird Benzin und Diesel unter der Marke Aral vertrieben.

  • Platz 4

    Chevron (USA)

    Der US-Konzern ist auf dem Parkett 213,4 Milliarden Dollar wert. Die Hauptsitze sind im kalifornischen San Ramon sowie im brasilianischen Fortaleza. Der Konzern ist im Bereich der geothermischen Energiegewinnung führend.

  • Platz 3

    Royal Dutch Shell (Großbritannien)

    Das Unternehmen mit Sitz in London und Den Haag zählt zu den drei größten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Shell ist in mehr als 180 Ländern aktiv. An der Börse ist der Konzern mit 216,4 Milliarden Dollar bewertet.

  • Platz 2

    PetroChina (China)

    Die Chinesen schoben sich auf rang zwei der größten Öl- und Gaskonzerne vor. An der Börse ist der Konzern 249,2 Milliarden Dollar wert. Das Unternehmen ist besonders im Sudan aktiv und steht deswegen in der Kritik.

  • Platz 1

    Exxon Mobil (USA)

    Die Spitze der Öl- und Gaskonzerne erobert Exxon Mobil mit einer Marktkapitalisierung von 399,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen entstand 1999 durch den Zusammenschluss von Exxon mit Mobil Oil. Das Unternehmen gilt als Nachfolger der Standard Oil Company des legendären Milliardärs John D. Rockefeller.

Im vergangenen Quartal ging der Gewinn bei Shell zurück. Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern verzeichnete ein Gewinnminus vor Sonderposten von knapp 14 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar.

Shell litt im zweiten Vierteljahr vor allem unter den hohen Wartungs- und Stilllegungskosten für Aktivitäten im Golf von Mexiko. Nach nur einer Woche musste der Konzern eine Raffinerie in Texas wegen massiver Korrosionsschäden wieder schließen. Shell-Chef Peter Voser zufolge soll die Anlage bis 2013 wieder an den Start gehen.

Rohstoffe Die Länder mit den größten Gasreserven

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Höhere Margen im Raffineriegeschäft halfen der Gesellschaft nicht. In Nordamerika ist wegen unkonventioneller Förderungsmethoden der Gaspreis stark unter Druck. Als Dividende will Shell im zweiten Quartal mit 43 Cent insgesamt einen Cent mehr als im Vorjahreszeitraum ausschütten.

Zudem haben Konkurrenten aus Asien dem Unternehmen jüngst zugesetzt. So zog sich Shell aus dem Rennen um eine Übernahme von Cove Energy aus Angst vor zu hohen Kosten zurück. Nun macht das thailändische PTT-Unternehmen das Geschäft.

  • 18.08.2012, 07:33 UhrBirddog

    Solange das Barrel Öl nicht direkt in Euro bezahlt werden kann, also ohne Dollarwechselkurs, kann man den Euro als Weltwährung vergessen. Der Euro ist aber gut genug zum Monopoly spielen!

  • 06.08.2012, 22:06 UhrArmin443

    Sie sind auf den richtigen Weg und haben die Lage erkannt, Es ist schon lange der 3. Weltkrieg aus-gebrochen. Hier bei handelt es sich um einen weltweiten
    Wirtschafts- u. Währungskrieg, darum muss Europa fallen,
    damit die USA wieder schneller auf die Beine kommen. Ich hoffe sie haben das alles verstanden und können sich einigermaßen ausmahlen was auf uns zukommt. Aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern kämpfen. OK!

  • 06.08.2012, 15:42 Uhrbiersauer

    Ein E-Bike ist ein guter Anfang um Tankstellen zu vermeiden und siuch an das elektrische Fahrgefühl zu gewöhnen.
    Europa ist leider um etwa 10 Jahre hintennach den Chinesen, welche nunmehr bald 1.000,000.000 E-Vehikel produziert haben werden. Merkel&Co haben es verabsäumt, dass in <>Europa di dazu nötigen Lithiumzellen produziert werden, so bleibt dafür nur der Import aus Fernost, obwohl es in Kärnten eine abbauwürdige Lithium-Lagerswtätte gäbe.

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