Europachef Carl-Peter Forster
GM: Europas Autohersteller im Vorteil

Europas Autohersteller werden sich von den großen US-Konkurrenten absetzen können. Diese Erwartung äußerte General-Motors-Europachef Carl-Peter Forster im Gespräch mit dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Aus seiner Sicht ist die Entwicklung des Ölpreises "die Stunde der Europäer, weil sie mit kleineren und mittleren Autos größere Erfahrung haben". Bei GM sei diese Erkenntnis nicht neu, davon profitiere die deutsche GM-Tochter Opel. "Die Konsequenz haben wir längst gezogen. In Europa liegt bereits die Verantwortung für die entsprechenden Plattformen", sagte der Auto-Manager.

Die aktuelle Ölpreisentwicklung zwinge die Autofahrer zum Umdenken, "besonders in den USA, aber auch in Europa". Kunden seien bereit dazu, sich für verbrauchsärmere Fahrzeuge zu entscheiden. Dafür würden sie auch mehr Geld ausgeben. "Natürlich haben wir technisch und gesellschaftlich eine Herausforderung zu meistern. Allerdings sehen wir die Welt grauer, als sie ist. Das Automobil hat große Zukunft. Und es wird weiter Spaß machen. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Fortbewegungsmittel und einem Auto", sagte Forster.

"Das werden keine langweiligen Autos. Im Gegenteil: Elektroautos haben erhebliche Vorteile. Aus dem Stand bieten sie volles Drehmoment", betonte Forster. Dazu sind aber noch einige Hausaufgaben zu erledigen. "Das Thema Reichweite müssen wir unbedingt in den Griff kriegen. Die Menschen fürchten, dass die Batterie leerläuft. Und die Kosten müssen deutlich runter."

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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