Europäische Arzneimittelbehörde
EMEA empfiehlt Einschränkungen für Bayer-Antibiotikum

Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA will die Verwendung des Antibiotikums Avalox von Bayer einschränken. Grund sind Sorgen vor gefährlichen Leberschädigungen. Die Tabletten mit dem Wirkstoff Moxifloxacin sollten nur noch bei bestimmten Erkrankungen verschrieben werden, so die Behörde am Donnerstag.

HB FRANKFURT. Das Medikament sollte nur noch zur Behandlung von akuter Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis und Lungenentzündung zum Einsatz kommen, wenn andere Antibiotika versagten oder nicht eingesetzt werden könnten, teilte die EMEA am Donnerstag auf ihrer Website mit. Sie empfahl, die Arzneien mit schärferen Warnhinweisen zu versehen.

Der Arzneimittelausschuss CHMP der Behörde hatte Moxifloxacin-Tabletten auf ihre Sicherheit überprüft. Er kam zu dem Schluss, dass die Vorteile der Medikamente für Patienten zwar weiterhin größer seien als die Risiken. Wegen des möglichen Risikos von Leberschädigungen empfahl das Kommitee allerdings, den Einsatz einzuschränken.

"Wir begrüßen die Überprüfung des CHMP, die das positive Vorzugs-Risiko-Profil von Moxifloxacin bestätigt", reagierte Bayer-HealthCare-Vorstand Kemal Malik auf die Mitteilung der Behörde. Das Antibiotikum sei nach Überzeugung von Bayer eine wichtige Behandlungsoption für Patienten. "Wir würden es zudem im Interesse der Patienten begrüßen, wenn die EMEA in ähnlicher Weise eine Bewertung anderer Antibiotika für die Behandlung dieser Infektionen vornimmt", sagte der Manager.

Bayer setzte 2007 mit Avalox weltweit für alle Anwendungen und in allen Formulierungen 445 Mill. Euro um. In Europa lag der Umsatz bei 170 Mill. Euro.

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