Europäische Autoindustrie
Autozulieferer Plastal ist insolvent

Einer der führenden Zulieferer der europäischen Autoindustrie, die schwedische Plastal Holding, hat am Donnerstag Insolvenz angemeldet. Von den weltweit 7 000 Beschäftigten haben 1 800 ihren Arbeitsplatz bei deutschen Töchtern.

dpa KOPENHAGEN. Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit gab die Unternehmensleitung den scharfen Abschwung in der Autoindustrie an. Der deutsche Hauptsitz ist im bayerischen Weißenburg angesiedelt. Plastal fertigt Plastikteile für die Autoproduktion.

Konzernchef Roar Isaksen sagte, man habe „bis zuletzt alles versucht“, dennoch sei die Zahlungsunfähigkeit nicht zu vermeiden gewesen. Die Produktion soll unter einem Insolvenzverwalter vorerst weitergeführt werden. Er gehe davon aus, dass „jede rechtlich eigenständige Einheit bei der jeweils zuständigen Gerichtsbarkeit ihres Standorts Insolvenz anmelden muss“. Auch eine Kapitalzufuhr durch den Haupteigner Nordic Capital Fund V habe wegen der dramatischen Verschlechterung der Lage auf allen Kernmärkten nicht gereicht, um eine Insolvenz zu verhindern. Für 2009 müsse man mit einem Einbruch der Nachfrage um 40 Prozent rechnen.

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