Europäischer Automarkt
Opel und Vauxhall wollen die Nummer zwei werden

Opel und die Schwester Vauxhall wollen bis 2022 zum zweitgrößten Autobauer Europas werden. Das Rezept: neue Modelle, kleinere Autos und mehr Liebe zum Detail. Ab 2016 soll Opel schwarze Zahlen schreiben.
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FrankfurtDer seit Jahren in den roten Zahlen steckende Autobauer Opel will mit zahlreichen neuen Modellen Marktanteile erobern und zusammen mit seiner Schwestermarke Vauxhall zum zweitgrößten Pkw-Produzent in Europa aufsteigen. Bis 2022 wolle Opel dieses Ziel erreichen und zum Branchenprimus VW aufschließen, teilte die Tochter des US-Konzerns General Motors am Mittwoch mit. Bis dahin soll der Marktanteil von Opel und Vauxhall in Europa auf acht von derzeit 5,8 Prozent klettern. Opel setze dabei auf kleinere Autos, die stärkere Einbindung von Basistechnologie der Muttergesellschaft und ein besseres Image durch mehr Liebe zum Detail, erläuterte Vorstandschef Karl-Thomas Neumann. Opel müsse einen eigenen Charme entwickeln. „Wir sollten nicht versuchen wie VW zu sein. Wir sollten unseren eigenen Weg finden“, gab er die Richtung vor.

In den Jahren 2014 bis 2018 will Opel insgesamt 27 neue Modelle und 17 neue Motoren entwickeln. In diesem Jahr soll der neue Corsa vorgestellt werden - mit einem leiseren Motor und mobilem Internetzugang. Der Kleinwagen werde eine Technologie-Plattform - Basisteile wie das Fahrgestell, auf denen verschiedene Modelle gebaut werden können - von General Motors nutzen, erläuterte Neumann.

Die GM-Plattformen sind mittlerweile flexibler geworden, weil sie aus mehreren Modulen bestehen, und können deshalb von Opel besser genutzt werden. Das bietet enorme Kostenvorteile: „Um profitabel zu werden, braucht man eine globale Plattform“, sagte Neumann. Opel will mit dem Abbau Tausender Stellen und der umstrittenen Schließung des Werkes in Bochum spätestens ab 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben. In diesem Jahr würden Restrukturierungskosten und Währungseinflüsse das Ergebnis belasten. Für 2022 peilt Opel eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von fünf Prozent an.

Wenn die Rüsselsheimer nun verstärkt GM-Technologie nutzen, setzt das auch ein Fragezeichen hinter die Zusammenarbeit mit Peugeot. Opel hat mit dem französischen Konzern bisher bei der Entwicklung von Kleinwagen zusammengearbeitet. „Wir machen die Projekte und machen das gut, und dann schauen wir, was danach noch möglich ist“, äußerte sich Neumann zu der Zukunft der Kooperation.

Schwerpunkt von Opel bleiben kleinere Autos wie die Kompaktklasse Astra, der Kleinwagen Corsa oder der noch kleinere Adam. Als Einsteiger-Auto sei auch ein noch kleineres Modell denkbar, sagte Neumann: „Ein Auto unter dem Adam kann ich mir sehr gut vorstellen.“ Die beiden Vans Zafira und Meriva sollten eine sportlichere Note bekommen. Neben dem Mokka könnten auch noch weitere SUV-Modelle entwickelt werden. Aus dem Markt für größere Autos will sich Opel aber heraushalten. Bei seinen Plänen habe Opel die volle Rückendeckung von General Motors, sagte Neumann. Der US-Konzern hat Opel im April 2013 Investitionen von vier Milliarden Euro zugesichert.

Allerdings ist GM wegen einer Pannenserie mit defekten Zündschlössern derzeit selbst unter Beschuss. Mindestens 13 Menschen sind bei Unfällen deshalb ums Leben gekommen, GM rief 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Europäischer Automarkt: Opel und Vauxhall wollen die Nummer zwei werden"

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  • Opel will mit zahlreichen neuen Modellen Marktanteile erobern und zusammen mit seiner Schwestermarke Vauxhall zum zweitgrößten Pkw-Produzent in Europa aufsteigen.

    So hätte mir persönlich der Wortlaut besser gefallen.
    Ihr Blatt kann es anscheinend nicht lassen andauernd nachzutreten.....

    Wie so etwas ausgehen kann konnte man jüngst beim ADAC sehen...denken se mal darüber nach....Aber das brauchen sie nicht , weil sie wissen dass es so ist.

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