Europäischer Marktführer Smurfit und Kappa Packaging schließen sich zusammen
Verpackungsriesen wollen durch Fusion massiv Kosten sparen

Der irische Verpackungsriese Jefferson Smurfit und die niederländische Kappa Packaging wollen sich zusammenschließen. Wie die Firmen gestern mitteilten, soll Smurfit an dem fusionierten Konzern die Mehrheit mit rund 58,3 Prozent halten und zahlt hierfür unter anderem rund 375 Mill. Euro.

HAMBURG. Die restlichen Anteile besitzt die Kappa Gruppe, an der die Wagniskapitalgeber Cinven und CVC Capital Partners beteiligt sind. Der Kurs von Smurfit legte an der New Yorker Börse nach der Ankündigung leicht um zwei Prozent auf 11,63 Dollar zu. Damit bestätigt sich ein Bericht des Handelsblatt von Vortag.

Mit der Fusion entsteht in Europa einer der größten Verpackungskonzerne mit rund 40 000 Mitarbeitern, einem Umsatz von rund acht Mrd. Euro und einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 1,1 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte der Angestellten entfallen auf Smurfit. Die beiden Firmen sind an 23 Standorten in Europa sowie an neun in Südamerika vertreten. Die Fusion muss allerdings noch von der Europäischen Kommission abgesegnet werden, heißt es. Dies dürfte möglicherweise problematisch werden. Denn in Europa gibt es lediglich mit dem belgischen SCA Packaging ein ähnlich großen Konzern. Darüber hinaus ist der Markt zersplittert. Er besteht vor allem aus mittelgroßen und kleineren Unternehmen.

Die Verhandlungen über eine Fusion der beiden Unternehmen laufen bereits seit Mai dieses Jahr. Damals hatte Jefferson Smurfit bestätigt, man befinde sich in „vorläufigen Diskussionen“ mit Kappa Packaging. An Smurfit ist seit 1977 auch die amerikanische Private-Equity-Firma Madison Dearborn Partners beteiligt.

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