Europas Automarkt weiter schwierig
Japaner zeigen deutschen Autobauern lange Nase

Im Januar war die Zahl der PKW-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat zum vierten Mal in Folge rückläufig. Doch während deutsche Konzerne teils deutliche Einbußen verkraften mussten, konnten Produzenten aus Japan und Korea erneut zulegen.

HB FRANKFURT. Im Januar seien in Westeuropa 1,173 Mill. Personenkraftwagen registriert worden, ein Minus von 1,6 % zum Vorjahresmonat, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mit. In den Staaten der Europäischen Union (EU) allein betrug der Rückgang ebenso 1,6 % auf 1,146 Mill. Pkw.

Während sich in einigen Ländern wie Spanien, Großbritannien oder Italien die Nachfrage belebt habe, drücke in anderen Verkaufsgebieten weiterhin die wirtschaftliche Unsicherheit auf die Stimmung der Verbraucher, urteilte der Autoverband. In Deutschland war die Zahl der neu zugelassenen Pkw im Januar nach jüngsten Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes um etwa neun Prozent auf 207 000 zurückgegangen, starke Einbußen verzeichneten die Autobauer nach den ACEA-Zahlen auch in Frankreich.

Ihren positiven Trend fortsetzen konnten die japanischen und koreanischen Autobauer, die europaweit jeweils rund 20 % mehr Autos verkauften. Spitzenreiter waren Toyota & Lexus sowie Kia mit einem Absatzplus von 29,2 beziehungsweise 33 %. Die deutschen Hersteller mussten dagegen Einbußen hinnehmen. Europas größter Autobauer Volkswagen verzeichnete ein Absatzminus von 10,2 %. Daimler-Chrysler verkaufte 8,3 % weniger, bei BMW fiel der Absatzrückgang mit 0,9 % noch am geringsten aus.

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