Europas größte Kupferhütte
Kassen der Norddeutschen Affinerie klingeln

Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie hat Umsatz und Gewinn im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2005/06 angesichts der boomenden Kupfernachfrage deutlich gesteigert.

HB HAMBURG. Das Hamburger Unternehmen glich Belastungen durch vorgezogene Revisionsarbeiten am Stammsitz in Höhe von sechs Mill. Euro mehr als aus. Das Grundkapital soll zur Finanzierung des geplanten Kraftwerks am Stammsitz und für den angekündigten Einstieg in den wachsenden chinesischen Kupfermarkt um bis zu zehn Prozent aufgestockt werden.

„Die sehr positive Ergebnisentwicklung der Norddeutschen Affinerie (NA) setzte sich im ersten Quartal fort“, teilte das im Nebenwerteindex MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit.Der Vorsteuergewinn habe sich in dem Drei-Monats-Zeitraum bis Ende Dezember auf 22 Mill. Euro von zwölf Mill. Euro vor Jahresfrist erhöht. Fünf befragte Analysten hatten im Schnitt für diesen Zeitraum mit einem Vorsteuerergebnis von 21 Mill. Euro gerechnet. Bei einem auf 921 Mill. Euro von 666 Mill. gestiegenen Umsatz kletterte der unter dem Strich der Reingewinn auf 13 Mill. Euro. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte die NA einen Überschuss von sieben Mill. Euro erwirtschaftet.

„Das ist ein guter Start ins Jahr“, urteilte ein Analyst. Die Zahlen seien sehr gut. Er hob hervor, dass es der NA gelungen sei, den Gewinn trotz der Belastungen durch den vorübergehenden Stillstand der Konzentratverarbeitung in Hamburg deutlich zu steigern. Die NA hatte bereits im Dezember angekündigt, vorgezogene Revisionsarbeiten am Stammsitz würden das Ergebnis des ersten Quartals belasten. Der Gewinn werde sich aber durch die höhere Leistung der Anlage erhöhen.Die im MDax notierte Aktie wurde zu Handelsbeginn 2,4 Prozent niedriger mit 23,71 Euro notiert.

Für die folgenden Quartale erwartet die Affinerie „eine Fortsetzung der erfreulichen Geschäftsentwicklung“. Die NA profitiert derzeit von den hohen Kupferpreisen. Am deutlichen Gewinnzuwachs des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2004/05 (zum Ende September) sollen die Aktionäre mit einer um ein Drittel auf einen Euro angehobenen Dividende beteiligt werden. Für das Jahr zuvor war den Anteilseignern 65 Cent je Aktie gezahlt worden.

Das Grundkapital soll unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bareinlage um bis zu zehn Prozent erhöht werden, wie die NA ankündigte. Die Anteilscheine sollen deutschen und internationalen institutionellen Investoren angeboten werden. Der Erlös aus der Kapitalaufstockung solle für den Aufbau einer eigenen Energieversorgung am Stammsitz in Hamburg sowie zur Realisierung internationaler Projekte genutzt werden. Dazu zählt die NA das geplante Gemeinschaftsunternehmen in China. Dort will die NA zusammen mit einem lokalen Partner eine Produktionsanlage für Gießwalzdraht errichten. Die hohe Kupfernachfrage der wachsenden chinesischen Wirtschaft sorgt seit längerem weltweit für hohe Kupferpreise.

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