Europas größter Autobauer
VW investiert Milliarden in neue Modelle

"Wir werden in den kommenden drei Jahren zahlreiche zusätzliche, neue Modelle entwickeln und auf den Markt bringen“, kündigte der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn am Freitag an. Und das lässt sich Europas größter Autobauer auch einiges kosten. Immerhin sollen die geplanten Milliarden-Investitionen helfen, die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen.

HB HAMBURG. Im Zeitraum 2008 bis 2010 will der Konzern 29 Mrd. Euro investieren, wie der Aufsichtsrat am Freitag in Wolfsburg beschloss. Knapp die Hälfte, 13,8 Milliarden, sind für neue Modelle vorgesehen. Die Investitionsquote soll im Schnitt sechs Prozent betragen. Im Zuge des Sparkurses unter dem ehemaligen Firmenchef Bernd Pischetsrieder war sie auf unter sechs Prozent gefallen, nachdem sie jahrelang darüber gelegen hatte. Im vergangenen Jahr war nur eine Investitionssumme für die Jahre 2007 bis 2009 von 24,7 Mrd. veranschlagt worden.

Binnen drei Jahren will VW nun 20 neue Fahrzeuge entwickeln. Der Konzernabsatz soll auf acht Mill. klettern, was allerdings nur ein Zwischenziel ist. VW-Chef Martin Winterkorn wollte dem Aufsichtsrat am Freitag auch erklären, wie es der Konzern auf einen Absatz von weltweit mehr als zehn Mill. Fahrzeuge im Jahr 2018 schaffen kann. 2007 sollen bei Volkswagen erstmals mehr als sechs Mill. Autos vom Band rollen.

Den Absatz will VW vor allem mit zusätzlichen Modellen wie Pick-Ups, Vans und Geländewagen ankurbeln. In diesen wachstumsstarken Segmenten will VW dem Weltmarktführer Toyota nacheifern. Die Japaner hben allerdings noch einen deutlichen Vorsprung vor VW - im Jahr 2009 will Toyota als erster Autobauer der Welt die Marke von zehn Mill. verkaufte Fahrzeuge durchbrechen.

Um sein Wachstumstempo zu beschleunigen investiert Volkswagen in aufstrebende Regionen: in Russland und Indien entstehen neue Werke. Zudem sollen in China 2,1 Mrd. Euro ausgegeben werden. Von den insgesamt für Sachinvestitionen veranschlagten 20,9 Mrd. Euro sind 7,1 Mrd. für die Modernisierung von Presswerken, Lackierereien und Montagewerken vorgesehen. Auch in Bereiche wie Ersatzteile, Qualitätssicherung und Informationstechnologie will VW massiv investieren.

Der Betriebsrat begrüßte die Entscheidungen. Über die Hälfte der Ausgaben für Sachinvestitionen ist für deutsche Standorte geplant. Vorstand und Betriebsrat seien darin einig, dass die Produktivität von Volkswagen weiter steigen müsse. "Um die Beschäftigung zu sichern, müssen wir beim Absatz gleichzeitig wachsen“, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh.

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