Evonik-Börsengang
RAG-Stiftung hält sich weiter alles offen

Am Montag berät das Kuratorium der RAG-Stiftung über den Evonik-Börsengang. Der wird immer wahrscheinlicher. Eine endgültige Entscheidung gibt es aber offenbar erst Anfang Juni.
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DüsseldorfDie Evonik-Eigner gehen wegen der Turbulenzen um die Euro-Schuldenkrise mit ihren Plänen für einen Börsengang des Essener Chemieriesen Kreisen zufolge auf Nummer sicher. Die Entscheidung über den milliardenschweren Sprung auf das Börsenparkett solle erst im Juni fallen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Kreisen des Mehrheitseigners RAG-Stiftung.

Das mächtige Kuratorium der RAG-Stiftung tagt am Montag. Am Nachmittag wollen die Kuratoren - unter ihnen Vertreter der Bundesregierung, der Länder Nordrhein-Westfalen und Saarland, der Gewerkschaft IG BCE sowie Spitzenmanager - den Kreisen zufolge in einer Schaltkonferenz über den Stand der Vorbereitungen für einen der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren beraten.

Endgültige Entscheidungen seien noch nicht zu erwarten - vielmehr könnte es bei den Beratungen grünes Licht für die weitere IPO-Vorbereitung und die Abgabe einer offiziellen Ankündigung des Börsengangs („Intention to float“) geben, hieß es in den Kreisen.

Doch wegen der Unsicherheiten an den Aktienmärkten, die unter anderem durch die Euro-Schuldenkrise und die Lage in Griechenland hervorgerufen werden, ziehen die Eigner für den Fall einer Weichenstellung in Richtung Börse ein zusätzliches Sicherheitsnetz ein: Erst am Wochenende des 9./10. Juni solle eine Entscheidung der Evonik-Eigner fallen - denn dann stehe fest, welche Erlöse mit der Aktienemission zu erzielen seien und welche Preisspanne für die Anteilsscheine festgelegt werden könne.

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„Werden kurzfristig entscheiden“

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