Evonik
Rekordergebnis beflügelt Börsenpläne

Seine rasant wachsende Chemie-Sparte hat Evonik einen Gewinnsprung und sogar einen Umsatzrekord beschert. Gute Vorraussetzungen für den geplanten Börsengang im nächsten Jahr, der nun deutlich konkreter wird.
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Essen Der Konzern konnte seinen Umsatz um 26 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro steigern, der operative Ertrag (Ebit) kletterte um 89 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, der Konzerngewinn verdreifachte sich auf 734 (Vorjahr: 240) Millionen Euro, wie Evonik am Mittwoch mitteilte. Damit konnte der Essener Konzern für 2010 seine eigenen Ziele übertreffen.

2011 will Konzernchef Klaus Engel den Umsatz leicht steigern, das operative Ergebnis wird auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Gute Vorraussetzungen für einen Start an der Börse, weiß auch Konzernchef Klaus Engels. „Einen Börsengang können wir uns innerhalb der kommenden 15 Monate gut vorstellen“, sagte Engels am Mittwoch bei der Bilanzvorlage. „Wir haben unsere Hausaufgaben jedenfalls gemacht.“ „Wir laufen uns warm für die Börse“, sagte auch Finanzchef Wolfgang Colberg.

Für den Börsengang benötigt Evonik die Zustimmung der Eigentümer, der RAG-Stiftung und des Finanzinvestors CVC. Am 12. April ist eine Sitzung des Evonik-Haupteigentümers RAG-Stiftung geplant. Der Börsenwert des Gesamtkonzerns wird in Anlegerkreisen auf über zehn Milliarden Euro geschätzt. Damit wäre Evonik ein neues Schwergewicht und möglicher Kandidat für den Dax.

Vorher stehen jedoch noch einige Umbauten in dem Konzern an: Engel wandelt Evonik derzeit zu einem Spezialchemiekonzern. Von der Mehrheit an seinem Energiegeschäft hatte sich Evonik Ende 2010 getrennt. Anteile des Immobiliengeschäfts, das derzeit neu aufgestellt wird, könnten „mittelfristig“ abgegeben werden, hieß es in einer Pressemitteilung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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