Evonik

Vertrag über Steag-Verkauf unterzeichnet

Der Mischkonzern Evonik hat den Verkauf der ehrheitsbeteiligung von 51 Prozent am Stromerzeuger Steag besiegelt. Einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnete Evonik mit einem Konsortium aus sieben Ruhrgebiets-Stadtwerken,
  • Sarah Lena Grahn (AP)
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Der Verkauf der Steag ist unter Dach und Fach. Quelle: dpa

Der Verkauf der Steag ist unter Dach und Fach.

(Foto: dpa)

ESSEN. Der Teilverkauf der Evonik-Stromtochter Steag an das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr ist unter Dach und Fach. Ein entsprechender Vertrag über den Verkauf von 51 Prozent der Steag-Anteile sei am Samstag unterzeichnet worden, teilte Evonik am Wochenende in Essen mit.

Der Vertrag stehtindes noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, dem wiederum ein Beschluss des Kuratoriums der RAG-Stiftung vorausgehen soll. Beide Entscheidungen werden für Januar kommenden Jahres erwartet. Zusätzlich bedarf es der Freigabe der Kartellbehörden. Evonik rechnet mit einem Abschluss der Transaktion zum Ende des ersten Quartals 2011. In der Steag GmbH ist das Energiegeschäft von Evonik gebündelt.

Der Kaufpreis für die Steag-Anteile ist den Angaben zufolge mit 649 Millionen Euro veranschlagt. Möglich sei jedoch eine Anpassung aufgrund etwaiger Änderungen der Nettofinanzschulden und des Nettoumlaufvermögens zum Jahresende. Insgesamt sei das Tochterunternehmen in dem Vertrag mit einem Wert von 3,770 Milliarden Euro bewertet worden, hieß es weiter. Darin enthalten seien über die Summe des Eigenkapitals hinaus auch Minderheitsanteile, Nettofinanzschulden und Pensionsverpflichtungen.

Ferner wurde mit dem Zusammenschluss aus sieben Stadtwerken vereinbart, die weiteren 49 Prozent der Steag nach Ablauf einer Haltefrist von bis zu fünf Jahren zu einem Kaufpreis von 594 Millionen Euro an das Konsortium zu veräußern. Die Vereinbarung stehe aber ebenfalls unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Evonik-Chef Klaus Engel zeigte sich angesichts der Vertragsunterzeichnung erfreut. Die Mitarbeiter von Steag erhielten einen verlässlichen neuen Mehrheitseigentümer, der das Wachstumspotenzial des Unternehmens nutzen und seine Wettbewerbsposition nachhaltig stärken werde. Die lokalen Energieversorgungsunternehmen erreichten in einigen Regionen des Ruhrgebietes teilweise bis zu 90 Prozent der Endkunden. Aus der Partnerschaft mit dem Stadtwerke-Konsortium könne damit "eine neue starke Nummer 5 im deutschen Energiemarkt erwachsen".

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