Industrie
Ex-Chef von Gigabell gesteht Insidergeschäfte

Im Prozess wegen Insidergeschäften hat der frühere Chef des Kommunikationsunternehmens Gigabell am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt ein Geständnis abgelegt.

dpa-afx FRANKFURT. Im Prozess wegen Insidergeschäften hat der frühere Chef des Kommunikationsunternehmens Gigabell am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt ein Geständnis abgelegt. Laut Anklage hatte der 54-jährige Ex-Vorstandsvorsitzende im Sommer 2000 trotz der maroden Situation der Firma Aktienpakete im Wert von rund 1,16 Mill. Euro aus dem eigenen Depot und dem seiner Ehefrau abgestoßen. Darüber hinaus habe er erst verspätet und auf Drängen von Gläubigern Insolvenz angemeldet.

Der Angeklagte räumte die Vorwürfe zu Prozessbeginn umfassend ein. Den Erlös der Aktienpakete habe er in das Unternehmen stecken wollen. Die Insolvenzanmeldung sei hinausgezögert worden, weil er bis zuletzt auf neue Investoren gehofft habe. Auch die Banken hätten das angeschlagene Unternehmen schließlich im Stich gelassen.

Der Geschäftsmann war nach eigener Darstellung früher in der Musikbranche tätig und hatte zehn Jahre als Produzent, Komponist und Schlagersänger gearbeitet. Als die Firmen am Neuen Markt zu florieren begannen, beteiligte er sich an der Gründung der Firma Gigabell.

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