Ex-Manager sollen Uhrenkonzern beschuldigt haben
Swatch wird Steuerhinterziehung vorgeworfen

Laut Medienberichten werfen zwei ehemalige Swatch-Manager dem Schweizer Uhrenkonzern vor, Steuern und Zollabgaben in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Swatch weist die Vorwürfe jedoch zurück.

HB ZÜRICH. Erste Ergebnisse einer internen Untersuchung zeigten, dass keine Gesetzte verletzt wurden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. An der Börse brachen die Swatch-Papiere vorübergehend über zehn Prozent ein, erholten sich im Laufe des Vormittags dann aber wieder.

Das „Wall Street Journal Europe“ hatte in seiner Freitagsausgabe berichtet, am 25. Juni sei eine Beschwerde beim US-Arbeitsministerium eingereicht worden. Demnach habe Swatch eine asiatische Tochter benutzt, um Steuern und Zölle in den USA und verschiedenen anderen Ländern zu umgehen. In dem Bericht wird Swatch auch vorgehalten, dass hohe Manager versucht haben sollen, den Fall zu vertuschen, nachdem die zwei Angestellten sich bei ihren Vorgesetzten wegen einer als „Transfer-Pricing“ bekannten Praxis beklagt hätten.

Analysten bezeichneten die starken Kursverluste der Swatch-Aktien als übertrieben. Selbst falls sich die Vorwürfe bestätigen sollten, drohe dem Unternehmen im schlimmsten Fall eine Steuernachzahlung und künftig eine etwas höhere Steuerquote. „Falls es eine Busse und Steuernachzahlungen gibt, sollte die finanzielle Belastung handhabbar sein“, kommentierte Lombard Odier Darier Hentsch-Analyst Scott Weldon.

James Amoroso von der Bank Pictet wäre „überrascht, falls Swatch Steuergesetze gebrochen hätte. Und laut Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank seien internationale Steueroptimierungen in Konzernen üblich und legal. Dabei bestehe ein Spielraum, was von den Behörden noch akzeptiert werde und was nicht.

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