Ex-Vorstand betroffen
Anklagen in Siemens-AUB-Affäre erwartet

Wegen heimlicher Millionenzahlungen von Siemens an Betriebsräte soll Ex-Vorstand Johannes Feldmayer Kreisen zufolge vor Gericht. Mit Anklagen gegen den ehemaligen Top-Manager und den früheren Chef der Arbeitnehmervertretung AUB, Wilhelm Schelsky, sei im Sommer zu rechnen.

HB MÜNCHEN. Das sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die "Süddeutsche Zeitung" hatte von geplanten Gerichtsverfahren berichtet. Ein Sprecher der Nürnberger Justiz sagte: "Der Abschluss der Ermittlungsverfahren wird in der ersten Jahreshälfte erwartet." Zu den weiteren Schritten wollte er sich nicht äußern.

Feldmayer wäre der erste frühere Siemens -Vorstand, der sich wegen der Bestechungsaffären bei dem Münchner Technologiekonzern vor Gericht verantworten muss. Ihm werfen die Ermittler Untreue vor. Er hatte Verträge unterzeichnet, aufgrund derer Millionenbeträge an Schelsky und seine arbeitgeberfreundliche Organisation geflossen waren.

Feldmayer war im Frühjahr 2007 eine Woche in Untersuchungshaft, kam aber gegen Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß. Sein Anwalt wollte keine Stellungnahme abgeben. Ex-AUB-Chef Schelsky, dem Beihilfe zur Untreue und Steuerstraftaten zur Last gelegt werden, sitzt seit Februar 2007 im Gefängnis.

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