Excellentes Auftaktquartal
BMW ist nicht zu stoppen

Der Münchener Autobauer BMW hat im ersten Quartal unerwartet gut verdient – beste Voraussetzungen, im Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn von 4 Mrd. Euro zu erreichen.

HB MÜNCHEN. Auch ohne den Sonderertrag aus dem Verkauf der restlichen Anteile am Triebwerksbauer Rolls-Royce sei der Gewinn vor Steuern im ersten Quartal um 12 Prozent auf 921 Mill. Euro gestiegen, teilte BMW am Mittwoch mit. Einschließlich des außerordentlichen Ertrags von 375 Mill. Euro wurden knapp 1,3 Mrd. Euro vor Steuern erwirtschaftet. Nach Steuern habe der Gewinn 948 Mill. Euro betragen. BMW übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt nur mit 888 Mill. Euro gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 11,6 Mrd. Euro.

BMW zeigte sich zuversichtlich, 2006 das Ziel eines Gewinns vor Steuern von 4 Mrd. Euro zu erreichen. Der Konzern bekräftigte, Währungseffekte und Rohstoffkosten belasteten den Überschuss im laufenden Jahr weniger als 2005. Im ersten Quartal seien diese Sonderkosten durch laufende Effizienzverbesserungen weitgehend ausgeglichen worden. Im Konzern sei die Umsatzrendite ohne den Rolls-Royce-Effekt mit 7,9 Prozent stabil geblieben. Der Autobauer setze weiter auf Produktivitätssteigerungen, um die Belastungen aufzufangen.

„Damit soll das laufende Jahr operativ, also ohne den Sondereffekt, das beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens werden“, erklärte BMW-Chef Helmut Panke. „Wir wollen auch in den kommenden Jahren unseren profitablen Wachstumskurs fortsetzen und eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Rendite erzielen.“

Die Bayern sehen ihren im Winter erlangten Rang als weltgrößter Premium-Anbieter gefestigt. Der Absatz habe von Januar bis März um knapp 14 Prozent auf 332 923 Autos zugelegt, hieß es. Die Auslieferungen sollen 2006 auf einen Rekordwert steigen, bekräftigte BMW. Das wichtigste Segment Automobile habe im Quartal ein Ergebnis vor Steuern von 761 Mill. Euro erreicht, 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Analysten hatten im Schnitt 18 Mill. Euro weniger erwartet. Der Umsatz stieg um 12,8 Prozent auf 11,23 Mrd. Euro.

Auch die Finanzdienstleistungen schnitten im ersten Quartal besser ab als im Vergleichsquartal: Das Gesamtvolumen der mit Endkunden abgeschlossenen Verträge nahm um 16,4 Prozent auf 5,95 Mrd. Eurozu. Der Anteil der über die Sparte finanzierten Neufahrzeuge der BMW Group belief sich auf 41,5 Prozent und lag damit 0,8 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Vorsteuergewinn stieg um 15,3 Prozent auf 173 Mill. Euro.

Leicht rückläufig entwickelte sich das Motorrad-Geschäft. Der Absatz ging im ersten Vierteljahr um fast 11 Prozent auf 19 051 Einheiten zurück, was BMW mit den ungünstigen Witterungsbedingungen in weiten Teilen Europas begründete. Der Umsatz schwächte sich um 1,6 Prozent auf 313 Mill. Euro ab. Das Vorsteuerergebnis ging um 6,5 Prozent auf 29 Mill. Euro zurück. Auf Jahressicht soll der Absatz aber wieder gesteigert werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%