Existenz gesichert
Zapf kann weiter Puppen herstellen

Banken, Hauptaktionäre und Unternehmensleitung des Rödentaler Puppenherstellers Zapf Creation AG hatten am späten Abend noch eine gute Nachricht zu verkünden: Neue Kredite würden die wirtschaftliche Existenz sichern.

HB RÖDENTAL. Eine Einigung sei am späten Freitagabend nach langen Verhandlungen mit einem internationalen Bankenkonsortium und mit den Hauptaktionären der Zapf Creation AG (MGA Entertainment, Inc und deren Chefs Isaac Larian, Nicolas Mathys und Gustavo Perez) erreicht worden, teilte das fränkische Unternehmen am späten Abend mit. Das neue Finanzierungskonzept sieht einen neuen, langfristigen Konsortialkredit von 65 Millionen Euro vor. Voraussetzung für diesen Kredit sei, dass bis zum 31. Oktober 2007 eine Eigenkapitaleinlage in Höhe von 30 Millionen Euro von den Aktionären erfolgt, heißt es in der ad-hoc-Mitteilung weiter. Die Hauptaktionäre haben diese Eigenkapitaleinlage bereits zugesichert.

Das bisherige Bankenkonsortium der Zapf Creation AG sei bereit, den zum 30. Juni 2007 fälligen Konsortialkredit von rund 45 Millionen Euro bis zum 31. Oktober 2007 zu stunden. Zur Finanzierung von Bedarfsspitzen im operativen Geschäft sei eine Zwischenfinanzierung in Höhe von maximal 20 Millionen Euro bis zum 31. Oktober 2007 zugesagt worden.

Alle Vereinbarungen stehen unter dem Vorbehalt, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zapf Creation-Konzerns bis zum 31. Oktober 2007 nicht wesentlich verschlechtern und die endgültigen Verträge noch unterschrieben werden. Seit dem 1. Januar kooperiert Zapf Creation mit dem US- amerikanischen Spielwarenhersteller MGA in den Bereichen Vertrieb, Beschaffung und Lizenzgeschäft. Im ersten Quartal machte der in Rödental bei Coburg ansässige Puppenhersteller einen Verlust nach Steuern von 3,4 Millionen Euro.

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