Exklusive Umfrage
Unternehmen demonstrieren Zuversicht

Die Unternehmen in Deutschland demonstrieren Selbstbewusstsein: Sie sind zufrieden mit dem hiesigen Standort, zuversichtlich für die Entwicklung in den kommenden Monaten, wollen investieren und zusätzliche Beschäftigte einstellen. Das sind die Kernaussagen einer Umfrage des Psephos-Instituts unter knapp 800 Top-Managern im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

DÜSSELDORF. In den kommenden zwölf Monaten will knapp ein Drittel der im Mai befragten Manager die Investitionen erhöhen, weitere 62 Prozent wollen sie konstant halten. Das Beschäftigungsklima fällt ähnlich positiv aus: 33 Prozent wollen ihre Mitarbeiterzahl in den kommenden zwölf Monaten erhöhen, 53 Prozent wollen sie konstant lassen. Besonders groß ist die Einstellungsbereitschaft der Großunternehmen: 46 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 5 000 Beschäftigten wollen in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen. Weitere 42 Prozent wollen ihre Mitarbeiterzahl unverändert lassen.

Trotz des hohen Personalbedarfs blicken gerade die Manager der Großunternehmen pessimistischer in die Zukunft als die der kleinen und mittleren. Insgesamt erwarten 21 Prozent aller Führungskräfte, dass sich die Standortbedingungen in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern werden - das ist ein kleinerer Anteil an Pessimisten als in den vergangenen Monaten. In den Großunternehmen ist die Skepsis weit größer: 39 Prozent gehen davon aus, dass sich die Bedingungen für ihre Geschäfte verschlechtern werden. Eine Erklärung für den pessimitischeren Ausblick der Großkonzerne liefert ihre deutlich bessere Einschätzung der aktuellen Lage. Während insgesamt mehr als 80 Prozent der Unternehmen die Standortbedingungen als "gut" oder "eher gut" beurteilen, sagen das 97 Prozent der Großunternehmen.

Dass die Unternehmen trotz globaler Risiken so positiv gestimmt sind, erklärt sich der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, im Gespräch mit dem Handelsblatt mit in den letzten Jahren erarbeiteten Gewinnen aus ihrem Strukturwandel. "Das industrielle Herz der deutschen Wirtschaft bietet genau das, was auf den Weltmärkten nachgefragt wird", sagt er. Die Robustheit sorge dafür, dass die schwache US-Wirtschaft für die Unternehmen an Prominenz verliere und dass sie die Kreditmarktkrise nur wenig beeindrucke.

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