"Exklusivgespräche bereits weit gediehen": Buderus-Edelstahlsparte steht vor dem Verkauf

"Exklusivgespräche bereits weit gediehen"
Buderus-Edelstahlsparte steht vor dem Verkauf

Der Autozulieferer Robert Bosch verhandelt mit dem österreichischen Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm über den Verkauf der Guss- und Edelstahlsparte seiner Heiztechnik-Tochter Buderus.

HB FRANKFURT. Beide Unternehmen bestätigten am Mittwoch Gespräche über den Randbereich des Wetzlarer Heizungs-Herstellers. Böhler-Uddeholm betonte aber, es sei noch nicht absehbar, ob dies Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis führten.

Vor knapp zwei Jahren hatte Bosch Buderus für mehr als 1,5 Milliarden Euro übernommen, um sein Geschäft außerhalb der Autoindustrie zu stärken. Im März vergangenen Jahres verschwand das hessische Traditionsunternehmen von der Börse. Der Kern von Buderus, das Geschäft mit Heizkesseln und Heizungsanlagen, ging in der Bosch-Tochter BBT Thermotechnik (“Junkers“, „Bosch“) auf. Die Buderus-Gusserzeugnisse und -Edelstahlprodukte waren bislang nicht in den Konzern integriert worden.

Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl hatte bereits im März 2004 Interesse an Buderus Edelstahl angemeldet. Bei der Übernahme hatte Robert Bosch noch angekündigt, alle Geschäftsbereiche von Buderus - Heiztechnik, Guss und Edelstahl - fortzuführen. Bosch interessierte sich aber vor allem für die Buderus-Heiztechnik. Von einem Zementwerk hatte sich Buderus noch vor der Übernahme getrennt. Das Werk war von Heidelberg-Cement übernommen worden.

Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtete in der Mittwochausgabe, Böhler stehe in Exklusivgesprächen um Buderus Edelstahl, die bereits weit gediehen seien. Die Sparte hatte nach Unternehmensangaben 2003 bei einem Umsatz von 334,2 Millionen Euro einen Gewinn von 6,6 Millionen erwirtschaftet. Der Konzernbereich hatte damals rund 1600 Beschäftigte.

Die Böhler-Aktie notierte in Wien mit 114,05 Euro um 1,4 Prozent fester.

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